„Inakzeptabel“: Politstreit um Schutzzone bei Mentlvilla geht weiter

Innsbruck – Als „unredlich“ und „vollkommen inakzeptabel“ bezeichnet Vize-BM Johannes Anzengruber (ÖVP) die Kritik der grünen Klubobfrau Renate Krammer-Stark an der Errichtung der Schutzzone rund um die Mentlvilla. Wie berichtet, hatte Krammer-Stark die Verordnung der Schutzzone als Folge eines „sozialpolitischen Versagens“ der von der ÖVP gestellten Sozialstadträte gewertet.

„Es scheint so, dass die Grünen die Sorgen und Nöte der Anwohner rund um die Mentl­villa immer noch nicht ernst nehmen“, kontert Anzengruber. Sie hätten sich in der Vergangenheit auch schon gegen das von den Anrainern dringend gewünschte Alkoholverbot ausgesprochen.

Verantwortlich für die Errichtung der Schutzzone sei nicht die ÖVP – auch wenn diese die Zone befürworte –, sondern die Sicherheitsverwaltung, die das Verfahren nach fachlichen und sachlichen Kriterien abgewickelt habe.

Die Kritik der Grünen gehe auch insofern ins Leere, als die Caritas, die das „Kommunikationszentrum für Drogenabhängige“ (Komfüdro) und die Mentlvilla betreibt, ausdrücklich die Schutzzone der Polizei befürwortet habe, meint Anzengruber.

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Was die erneute Forderung von GR Mesut Onay (Alternative Liste Innsbruck) nach einem Drogenkonsumraum angeht, verweist Anzengruber auf die von seinem Vorgänger Franz X. Gruber bereits im Jahr 2019 eingeholten Stellungnahmen des Innen- und Justizministeriums: Demnach seien Errichtung und Betrieb dieser Räume rechtlich nicht möglich, weil strafrechtlich verboten. (TT)


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