Octavia G-Tec: Der Erdgas-Primus kehrt zurück

Ab Herbst bietet Škoda vom Octavia eine 130 PS starke G-Tec-Variante an, die mit Methan rund 500 Kilometer weit fahren kann. Als Reserve dient ein Benzintank mit neun Litern Volumen.

Drei Unterflurtanks können im Škoda Octavia G-Tec insgesamt bis zu 17,3 Kilogramm Erdgas speichern.
© Werk

Salzburg –Der Octavia der neuesten Generation befindet sich erst seit wenigen Wochen am Markt, nun kümmert sich Škoda um die Ausdehnung des Angebots. Interessanterweise kehrt auch die Erdgasversion zurück, obwohl der Mutterkonzern Volkswagen verlauten ließ, sich mittelfristig von diesem alternativen Antrieb zu verabschieden. Die Elektromobilität genießt strategisch betrachtet den Vorrang. Dabei war der Octavia G-Tec früher, als er noch im Angebot von Škoda war, in Österreich das meistgefragte Erdgasmodell überhaupt. Gut möglich, dass er das ab Herbst wieder wird, wenn er mit neuer Technik zu den Händlern rollt.

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Herzstück des Octavia G-Tec ist ein adaptierter 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbo­benzinmotor, der in der Lage ist, Erdgas zu verwerten. Die Leistung des Aggregats beträgt 130 PS. Viel Raum im Unterboden nehmen die drei Tanks ein, die für Erdgas reserviert sind – sie können insgesamt 17,3 Kilogramm des flüchtigen Stoffes speichern. Bei einem WLTP-Durchschnittsverbrauch von 3,4 bis 3,6 Kilogramm je 100 Kilometer rechnet der Hersteller mit einer Reichweite von 500 Kilometern. Weitere 190 Kilometer kommen hinzu mit der Verwendung der neun Liter Benzin, für die ein Reservetank eingebaut wird. Hier soll der Verbrauch nur 4,6 Liter Treibstoff je 100 Kilometer betragen.

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Bei der Verwendung von natürlichem Erdgas spart der G-Tec rund 25 Prozent an CO2-Emissionen gegenüber dem reinen Benzinbetrieb ein. Noch größer sind die Einsparungen, wenn Biogas beigemischt wird – und noch mehr Umweltfreundlichkeit verspricht synthetisch erzeugtes Methan (Power to Gas) in Verbindung mit der Nutzung von erneuerbaren Energien. Für den G-Tec sprechen außerdem eine deutliche Reduktion beim Ausstoß von Stickoxiden und die Vermeidung von Feinstaubemissionen.

Den G-Tec will Škoda ab Herbst nicht nur als Limousine, sondern auch als Kombi anbieten. Bei beiden ist offensichtlich, dass das Ladeabteil nicht mehr ganz so großzügig ausfällt wie bei den konventionell angetriebenen Octavia-Modellen. Die Limousine hat als G-Tec einen Kofferraum mit einem Fassungsvermögen von 455 Litern, das Stauvolumen des Kombi beträgt 495 Liter. Zum Vergleich: Benzin- oder dieselbetriebene Octavia-Versionen können 600 Liter beziehungsweise 640 Liter aufnehmen. Ihre CO2-, Feinstaub- und NOx-Bilanz sieht dafür nicht ganz so vorteilhaft aus wie jene des G-Tec. (hösch)

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