Zahlreiche Schäden durch Unwetter in der Steiermark

Heftiger Wind und Strakregen haben in fast allen Bezirken der Steiermark in der Nacht auf Donnerstag zu Unwetterschäden geführt. Rund 350 Wehren mit rund 1.300 Feuerwehrleuten im Einsatz, um die Schäden zu beseitigen. In Graz allein waren von den Nachtstunden bis 5.00 Uhr rund 80 Berufsfeuerwehrleute bei etwa 80 Schadensfällen im Einsatz. Keller mussten ausgepumpt, Straßen geräumt werden.

Ein einsatztechnischer Hotspot ist laut Landesfeuerwehrverband der Großraum Graz und Umgebung gewesen. Branddirektor-Stellvertreter Heimo Krajnz von der Berufsfeuerwehr zufolge waren 80 Männer der Berufsfeuerwehr mit der Bergung von Menschen aus Aufzügen und dem Auspumpen von Kellern beschäftigt. Weiters musste ein Pkw gesichert werden, der in den Thalbach zu stürzen drohte. Durch das rasche Absenken des Mühlganges - die Wassermassen des Thalbaches wurden in den Mühlgang umgeleitet - wurde eine Eskalation der Lage verhindert, sagte Krajnz. Auch die Freiwillige Feuerwehr Graz war eingesetzt. Schäden waren außerhalb der Landeshauptstadt vor allem im Bereich Thal, Hitzendorf, Steinberg-Rohrbach bzw. Berndorf zu verzeichnen.

In der Oststeiermark verhinderte das Unwetter die Austragung die Austragung des Bundesliga-Spiels von Hartberg gegen den WAC. In Riegersburg im Bezirk Südoststeiermark schlug ein Blitz gegen 20.30 Uhr in die Dachgaube eines Zweifamilienhauses ein und setzte den Dachstuhl in Brand. Der Besitzer des Hauses (48) nahm unmittelbar nach dem Blitzschlag Brandgeruch wahr. Er unternahm sofort mit Hilfe von zwei Feuerlöschern erste Löschversuche. Dabei erlitt er eine leichte Rauchgasvergiftung und wurde vom Rettungsdienst in das LKH Feldbach eingeliefert. Die von Nachbarn verständigte Freiwillige Feuerwehr Riegersburg (elf Fahrzeuge und 69 Einsatzkräfte) konnte den Brand in der Folge rasch löschen.

Am Mondsee in Oberösterreich schleppte die Wasserrettung Loibichl am Mittwochnachmittag im Sturm ein Elektroboot ans Ufer, das mitten am See Probleme hatte, gegen die Wellen anzukämpfen. „Bei Gewitterstürmen erreicht der Mondsee oftmals Wellen mit über einen Meter Höhe. Für ein Elektroboot kann dies aufgrund des niedrigen Freibord schnell zur Gefahr werden. Ein Kentern des Bootes kann die Folge sein“, teilte Michael Pacher, Bezirkseinsatzleiter der Wasserrettung, mit.


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