Kim Jong-un sieht „leuchtenden Erfolg“ im Kampf gegen Corona

Trotz der weltweiten Coronavirus-Krise ist Nordkorea nach Angaben von Machthaber Kim Jong-un von Infektionsfällen bisher verschont geblieben. Nordkorea habe es geschafft, dass das „bösartige Virus“ nicht eingeschleppt und eine Epidemie verhindert worden sei, wurde Kim am Freitag von den staatlich kontrollierten Medien zitiert. „Das ist ein leuchtender Erfolg.“

Die Menschen des Landes müssten aber weiter äußerst wachsam bleiben. Kim sprach den Berichten zufolge am Donnerstag bei einem erweiterten Treffen des Politbüros der in dem Land herrschenden Arbeiterpartei.

Nordkorea ist eines der wenigen Länder weltweit, die nach eigenen Angaben bisher keine bekannten Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet haben. Aus Furcht vor einer Verbreitung des Erregers hatte das ohnehin abgeschottete Land im Jänner seine Grenzen zu China und Russland geschlossen. Auch wurden Tausende von Menschen vorbeugend unter Quarantäne gestellt.

Im Ausland gibt es Zweifel, dass Nordkorea wegen der engen Handels- und Schmuggelverbindungen zu China die Einschleppung tatsächlich verhindert hat. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, allein der Fakt, dass das Politbüro zum zweiten Mal binnen drei Monaten wegen der Pandemie tagte, könnte auf eine ernsthafte Situation in dem Land hinweisen.

Die Teilnehmer des Politbüro-Treffens hätten die Abwehrmaßnahmen gegen das Virus in den vergangenen sechs Monaten geprüft und Probleme diskutiert, die „antiepidemische Situation“ stabil zu erhalten, berichteten die Staatsmedien. Kim habe vor Selbstzufriedenheit und Entspanntheit gewarnt. Auch habe er die Unaufmerksamkeit von Beamten und Verstöße gegen die Notfall-Schutzmaßnahmen gegen das Virus kritisiert. Ein voreiliges Nachlassen bei den Maßnahmen werde in eine „unvorstellbare und unheilvolle Krise“ münden, sagte Kim.

Das Politbüro hatte im April ein Resolution verabschiedet, um striktere Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung in der Corona-Pandemie durchzusetzen.


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