Austria und Altach schonten im Play-off-Vorspiel die Kräfte

Das Vorspiel zum ersten Play-off-Duell zwischen der Austria und Altach ist für die beiden Kontrahenten unterschiedlich verlaufen. Das 1:0 der Wiener gegen Mattersburg hatte am Samstag freilich ebenso wenig Aussagekraft wie Altachs 0:2-Niederlage in St. Pölten. Kräfte wurden geschont, der Fokus war auf Mittwochabend gerichtet. Dann geht es in Wien-Favoriten um die Chance auf das Europacup-Ticket.

Die Violetten durften immerhin einen weiteren Sieg anschreiben. Es war der siebente in der Quali-Gruppe, der sechste in den jüngsten sieben Spielen. Geht es nach den Resultaten, hat sich die Austria in die Favoritenrolle für das Play-off-Halbfinale gehievt. „Wichtig ist, dass wir mit vielen Siegen im Rücken in dieses Duell gehen“, sagte Christian Ilzer. Der Austria-Coach sah dennoch einem „50:50-Spiel“ entgegen. Man kenne sich aus nunmehr vier Saison-Vergleichen. „Wir müssen uns auf diesen Tag enorm fokussieren. Es wird eine mentale Geschichte sein“, betonte Ilzer.

Die Vielspieler der vergangenen Wochen wurde geschont, Michael Madl und Christoph Monschein blieben dann in der Pause in der Kabine. Einer, der sich weiter empfohlen hat, war Maximilian Sax. Der 27-Jährige war bei der 0:2-Heimniederlage gegen Altach noch der Buhmann, nachdem er nach einer unbeherrschten Aktion früh Gelb-Rot gesehen hatte. Gegen Mattersburg gelang ihm im zweiten Spiel in Folge ein Tor (54.), nachdem er schon zuletzt in Altach (2:1) getroffen hatte.

„Es hatte keine leichte Zeit, stand nach außen in der Kritik und hat auch von mir sein Fett abbekommen. Er hat mir gezeigt, dass er absolut bereit ist für die Play-off-Spiele“, sagte Ilzer über den Offensivmann. Sax könnte am Mittwoch wieder jene Lücke schließen, die nach der Verletzung von Dominik Fitz aufgerissen wurde.

Einigermaßen ausgerastet sollten die Austrianer sein, wenn ab Mittwoch im Erfolgsfall drei Spiele binnen acht Tagen anstehen. Im Play-off-Finale am 11. und 15. Juli wartet Hartberg. Positiver Nebenaspekt sowohl für die Austria, als auch Altach: Mit Mattersburg und St. Pölten ging es gegen Gegner, die ihr Saisonziel bereits erreicht hatten. So merkten Sport-Vorstand Peter Stöger, als auch Ilzer an, dass man bei der Personalwahl ansonsten in der Zwickmühle gewesen wäre. „Wir waren nicht mehr in der Pflicht im Hinblick auf die Fairness den anderen Teams gegenüber“, meinte der Coach der Wiener über seine Gedanken zur Aufstellung.

Auch bei Altach schweifte der Blick bereits auf die nächste Zukunft. Trainer Alex Pastoor brachte im Vergleich zum Spiel davor acht „Neue“ in die Startformation. Nur Goalie Martin Kobras, Philipp Schmiedl und Sidney Sam durften von Beginn an werken, aus optischer Überlegenheit in der ersten Hälfte konnte man aber kein Kapital schlagen. St. Pölten, das sich vor allem aufs schnelle Umschalten konzentrierte, war letztlich gefährlicher und führte schließlich durch Sandro Ingolitsch (79.) und Daniel Schütz per Elfer (82.) die Entscheidung binnen vier Minuten herbei.

„Das war nicht das, was wir uns vorgenommen hatten“, bekannte Sam nach der Partie, die die zweite Niederlage in Folge brachte. Dabei war Altach davor acht Quali-Gruppe-Spiele ungeschlagen geblieben. „Wir wollten mit einem guten Gefühl hinfahren“, erklärte der einstige deutsche Teamspieler. Geht es nach Pastoor, muss man sich aber keine Sorgen machen. „Wenn man vor dem Tor ein bisschen überlegter ist, dann spielt man dreimal Eins-gegen-Eins gegen den Tormann. Natürlich muss man den Ball dann auch noch reinschießen, aber ich glaube, dass das am Mittwoch besser funktionieren wird“, sagte der Niederländer.


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