Neuer Speicherteich geplant: Mehr Wasser für die Pisten in Brixen

Nach der neuen Zinsbergbahn investiert die Bergbahn Brixen nun auch in einen weiteren Speicherteich. Der Baustart für das Projekt ist erfolgt.

Statt Wiese und Wald wird hier im Bereich Brantlalm bald der neue Speichersee der Bergbahn Brixen die Landschaft prägen.
© Bergbahn Brixen

Von Harald Angerer

Brixen i. Th. – Mit der Ruhe am Berg wird es in Brixen auch heuer nichts. Nach dem im Vorjahr die neue Zinsbergbahn gebaut wurde, legen die Brixner heuer mit einem zweiten Speichersee nach. Die Bauarbeiten für den neuen See mit 160.000 m³ haben bereits begonnen. Angelegt wird der Wasserspeicher im Bereich Brantlalm, etwas oberhalb von Hochbrixen.

„Wir haben uns trotz der aktuellen Situation entschieden zu bauen und wollen damit ein positives Signal aussenden“, sagt Bergbahn-Brixen-Vorstand Rudi Köck. Das Projekt sei sehr gut aufgenommen worden, auch von Seiten der Grundbesitzer, der Behörden und der Gemeinde Brixen. „Die Zusammenarbeit war sehr gut“, betont Köck. Er hofft, dass auch die Bau­arbeiten so reibungslos über die Bühne gehen, die Fertigstellung ist bereits für November geplant.

„Es gibt zwar bei den Zulieferern zum Teil Engpässe wegen der Krise, aber wir schaffen das“, ist Köck überzeugt. Die Kosten für das Projekt beziffert er mit 9,5 Millionen Euro. Einen Teil davon wird auch die Bergbahn Scheffa­u übernehmen, denn auch sie kann den Speichersee im Winter nutzen.

Neben dem See wird auch die Beschneiungsanlage verbessert. „Wir sind auf der Südseite, also auf der Sonnenseite, da muss die Anlage perfekt funktionieren“, betont Köck.

Der Standort für den See wurde nicht ohne Grund ausgewählt. Es hätte auch noch Alternativ-Standorte gegeben, aber man wolle den neuen See auch als Attraktion für den Sommer nutzen. Hier gibt es allerdings noch keine genauen Pläne. „Es könnte sein, dass wir das Angebot für Kinder beim Filzalmsee belassen und an dem neuen See eher etwas Ruhigeres machen. Aber das steht noch nicht fest“, erklärt der Bergbahn-Vorstand.


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