OP-Kosten: Patientin im Krankenhaus Reutte war eine Klasse für sich

Das BKH Reutte nimmt die Abklärung der Patienteneinstufung bei Versicherern vor, nicht immer klappt das.

Das BKH Reutte lehnte eine Rückzahlung einer OP-Rechnung ab.
© Tschol

Von Helmut Mittermayr

Reutte – Bringschuld oder Holschuld? Wer muss beweisen, dass eine Zusatzversicherung den „Klasse“-Aufenthalt in einem Spital abdeckt? „Immer der Patient“, erklärt Dietmar Baron, Verwaltungschef des Bezirkskrankenhauses (BKH) Reutte. In einem speziellen Fall konnte er aber nicht belegen, dass das BKH keine Ausnahme von dieser Regel gemacht hatte. Und blieb auf den Kosten sitzen.

Eine Außerfernerin musste wegen einer Verletzung am Knie im BKH operiert werden. Die Befundbesprechung fand Mitte Februar 2018 statt, der OP-Termin wurde auf zwei Wochen später fixiert. Die Frau meinte, möglicherweise eine Versicherung für die Sonderklasse zu haben und wurde zur Anmeldung geschickt, um dies abklären zu lassen. Dort sei ihr erklärt worden, dass die Frage der Kostendeckung mit der Versicherung abgeklärt werde und man sich bei ihr melden würde, sollten die Kosten nicht übernommen werden. Eine Woche vor der OP fragte sie nochmals nach. Man teilte ihr seitens der Verwaltung mit, dass alles passe, wenn die Klägerin nichts mehr höre.

Kostenlos registrieren und weiterlesen

Dieser Exklusiv-Artikel ist nur für Nutzer verfügbar, die sich kostenlos auf tt.com registriert haben.

Jetzt kostenlos registrieren
Ich bin bereits registriert und möchte mich anmelden

Kommentieren


Schlagworte