„Neues Kapitel“: Europäisches Forum Alpbach ist heuer digital

Das Europäische Forum Alpbach läuft heuer als Online-Konferenz. Bis zu 100.000 Teilnehmer können digital dabei sein.

Solche Menschenmassen wird es heuer beim Europäischen Forum Alpbach nicht geben: Corona zwingt zur Digitalisierung.
© Julia Hammerle

Alpbach –Das seit 1945 bestehende Europäische Forum Alpbach erfindet sich heuer Corona-bedingt neu und geht – kürzer als sonst von 23. August bis 3. September – vorwiegend als Online-Konferenz über die Bühne. „Wir öffnen ein neues Kapitel des Europäischen Forums Alpbach“, sagte Forumspräsident Franz Fischler gestern in Wien. Das heurige Forum, das sich dem Generalthema „Fundamentals“ widmet, sei „nicht einfach so eine Art Zoom-Konferenz für viele Leute“, sondern „viel ausgeklügelter“. Kommunikation und Austausch sollen online ermöglicht werden.

Bei der Eröffnung am 23. August werde Bundespräsident Alexander Van der Bellen in Alp­bach anwesend sein. An den anschließenden Gesundheitsgesprächen werde unter anderem der Tiroler Roche-Chef Severin Schwan zum Thema personalisierte Gesundheit teilnehmen. Schauspieler und Regisseur Karl Markovics sei einen Tag lang Gastgeber von Gesprächsrunden.

„Wir werden keinen einzigen Empfang machen“

Die Technologiegespräche sollen sich unter anderem Fragen der Digitalisierung widmen, die Politischen Gespräche dem Krisenmanagement in Asien im Hinblick auf Corona, aber auch dem Thema Multilateralismus und internationalem Handel. Der Vizepräsident der EU-Kommission Valdis Dombrovskis werde zum Thema „Green Deal“ erwartet. Auch österreichische Minister sollen wieder teilnehmen. Fischler kündigte auch „Überraschungsgäste“ an.

Ein Corona-Sicherheitskonzept werde ausgearbeitet. Geplant sei unter anderem, den größten Saal im Kongresszentrum in eine Art TV-Studio mit Publikum umzubauen, wo sich neben den Diskutanten maximal 70 Personen aufhalten. „Wir werden keinen einzigen Empfang machen“, so Fischler. Vor Ort in Alpbach werden heuer in erster Linie Sprecher, Journalisten und Partner des Forums sein, aber auch eine kleine Gruppe junger Menschen. Auch in Zukunft werde ein Teil des Forums digital sein. Damit könnten mehr Menschen teilnehmen und prominente Vortragende leichter gewonnen werden.

TT-ePaper gratis testen und eines von drei E-Bikes gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt mitmachen
TT ePaper

Laut Sonja Jöchtl, Geschäftsführerin der Stiftung Europäisches Forum Alpbach, seien Diskussionsveranstaltungen in 25 Ländern geplant. Die Technik ermögliche eine gleichzeitige Beteiligung von 100.000 Teilnehmern. (TT, APA)


Kommentieren


Schlagworte