Spontaner Raubüberfall in Innsbruck endete im Gefängnis

Drei Jugendliche (20, 17, 18) aus dem Unterland wurden zu Haftstrafen verurteilt. Die Beute hatten sie in Kokain investiert.

Jugendliche überfielen Südring-Tankstelle mit Messer.
© zeitungsfoto.at

Innsbruck – Steht man mit einem Fuß bereits auf der schiefen Bahn, sollte man um manche Delikte trotzdem unbedingt einen weiten Bogen machen. Zu diesen gehört der Tankstellenüberfall. Selten werden die Täter hierzu so schnell ermittelt, selten gibt es so wenig zu gewinnen und aufgrund verübten Raubdeliktes so viel an Freiheit zu verlieren. Dies mussten nun auch drei Jugendliche (20, 17, 18) aus dem Unterland verspüren, die Mitte Mai in Innsbruck eigentlich die 15-jährige Freundin des 20-Jährigen besuchen wollten. Als sie der Weg vom Westbahnhof an einer Tankstelle am Südring vorbeigeführt hatte, waren die Burschen offenbar spontan auf eine fatale Idee gekommen. Ein Blitzüberfall – durchgeführt mit einem mitgeführten Klappmesser, sollte die finanzielle Lage der Jünglinge schlagartig verbessern. Schnell übergab der 17-Jährige seinen auffälligen Pullover an den 18-Jährigen und begab sich mit dem 20-Jährigen zur Tankstelle. Mit dem Messer am Bauch des Tankstellenmitarbeiters wechselten dann 1825 Euro die Besitzer.

Gezählt hatten die jungen Räuber das Geld bei der Rückfahrt ins Unterland im Zug. Angelegt hatten sie es in Kokain, das in der Wohnung des Zweitangeklagten gleich verkonsumiert wurde.

Die Rechnung für die Wahnsinnstat fiel hoch aus: So ergingen nun am Landesgericht für die Burschen nicht rechtskräftig je drei Jahre Haft (zwei davon bedingt), zwei Jahre unbedingte Haft sowie 30 Monate Haft (20 bedingt). Beim Mädchen sah das Jugendgericht aufgrund des Mitkonsums an der Beute „nur“ Hehlerei verwirklicht. 1440 Euro Geldstrafe ergingen über die 15-Jährige. (fell)

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