Finanzspritze vom Wörgler Gemeinderat rettet den Wave-Betrieb

Der Gemeinderat genehmigte den Kredit für das Wörgler Erlebnisbad. Der Betrieb wird das Geld bis Ende 2031 in Monatsraten zurückbezahlen. Wie es weitergeht, bleibt aber offen.

Der Wörgler Gemeinderat genehmigte einen Kredit für das Erlebnisbad.
© Otter

Von Wolfgang Otter

Wörgl – Mit Bauchweh fiel die Entscheidung für den Wave-Überbrückungskredit am Donnerstagabend im Wörgler Gemeinderat. Wie berichtet, hat das Erlebnisbad die Covid-19-Krise voll erwischt. Behördlich vorgeschriebene Sperrzeiten und ein nur verhaltener Neubeginn bluten die Kasse des Betriebs aus. Um das daraus entstehende „Desaster“, wie es Geschäftführer Andreas Ramsauer nennt, abzufangen, benötigt man 700.000 Euro bis Jahresende für Löhne und dringend notwendigen Minimalbetrieb.

Eigentlich wollte die Gesellschaft mit einem Kredit mit Bundeshaftung durchtauchen, aber derartige Haftungen gibt es nicht für Betriebe, bei denen der Besitzer die öffentliche Hand ist. Das Wave ist eine Tochter der Stadtwerke, diese wiederum eine Gesellschaft der Stadt, also ist die Gemeinde komplett darin verstrickt. Daher wird die Kommune als Kreditgeber einspringen. Eigentlich sollte das Geld schon fließen, doch der Gemeinderat verwehrte die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit für einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag.

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