Corona-Krise: Auch die Scheichs zücken den Sparstift

Emirates, die staatliche Fluggesellschaft des Emirats Dubai, will bis zu 9000 Angestellte kündigen.

Der Jobabbau bei den Airlines setzt sich fort: Die Fluglinie Emirates will 9000 Stellen streichen.
© AFP

Dubai – Der weltweit massive Stellenabbau bei den Fluglinien geht weiter. Emirates, die staatliche Fluggesellschaft des Emirats Dubai, will bis zu 9000 Angestellte kündigen. Zehn Prozent der Stellen seien bereits gestrichen worden, sagte Konzernchef Tim Clark. Insgesamt könnten die Kürzungen demnach bis zu 15 Prozent der Beschäftigten treffen. Emirates sei aber „weniger schlimm“ von der Corona-Krise betroffen als andere Fluggesellschaften, sagte Clark. Vor der Corona-Krise beschäftigte die Fluggesellschaft laut ihrem Jahresbericht 60.000 Angestellte.

Die Luftfahrtbranche ist besonders heftig von der Corona-Krise betroffen. Die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung (IATA) rechnet mit einem Gesamtverlust für den Sektor von 84 Milliarden Euro im laufenden Jahr.

Unter anderem hatte zuletzt der Lufthansa-Konzern, zu dem auch die AUA gehört, vorgerechnet, dass er rund 22.000 Beschäftigte zu viel habe. Die Fluggesellschaft Air France wiederum will bis Ende 2022 wegen der Luftfahrtkrise rund 7500 Stellen streichen. Die durch die Corona-Krise in schwere Turbulenzen geratene australische Fluggesellschaft Qantas baut 6000 Jobs ab. Die britische Billig-Airline hatte Ende Mai mitgeteilt, wegen der Coronavirus-Pandemie bis zu 4500 der insgesamt 15.000 Arbeitsplätze zu kappen. Die International Airlines Group (IAG), Mutterkonzern von British Airways und Iberia, hat unlängst die Wiener Tochterairline Level Europe mit rund 240 Mitarbeitern in die Insolvenz geschickt. (TT, APA)

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