Mehr Busse für weniger Viren: Region Wilder Kaiser stockt in Corona-Krise auf

Dicht an dicht gedrängt – solche Szenen will man in der Region Wilder Kaiser in diesem Sommer präventiv vermeiden. Der TVB Wilder Kaiser setzt diesen Sommer deshalb mehr öffentliche Verkehrsmittel ein.

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Ellmau, Scheffau – Überfüllte Busse und Züge, in denen sich Körper an Körper schmiegen, sind ein Tummelplatz für Viren. Nicht umsonst ist der Mund-Nasen-Schutz (MNS) weiterhin Pflicht in allen öffentlichen Verkehrsmitteln, ebenso wie der Mindestabstand von einem Meter. Dicht an dicht gedrängt – solche Szenen will man in der Region Wilder Kaiser in diesem Sommer präventiv vermeiden. Der Tourismusverband verdoppelt daher ab 17. Juli sein Busangebot für Einheimische und Urlauber. „Alle Fahrgäste im KaiserJet und Wanderbus sollen sich weiterhin wohl und sicher fühlen“, meint TVB-Geschäftsführer Lukas Krösslhuber.

Ab kommenden Freitag tourt der KaiserJet (der Bus verbindet die Ortschaften Ellmau, Going, Scheffau und Söll) mit vier Fahrzeugen und peilt die Haltestellen somit im verkürzten Intervall an. „Bitte einsteigen“ heißt es nun alle dreißig Minuten statt wie bisher im Stundentakt.

Der 12 Meter lange Wanderbus, der die Wochenbrunner Alm, Hüttling oder den Hintersteiner See anfährt, wird – je nach Bedarf – zu Stoßzeiten im Zweiergespann unterwegs sein.

Der Hintersteiner See gilt als eines der beliebtesten Ausflugsziele der Region. Die Straße zum Gewässer am Fuße des Wilden Kaisers musste in den vergangenen Jahren immer wieder gesperrt werden. Wild parkende Pkw-Lenker wären im Falle den Einsatzkräften im Weg gestanden. Nicht nur deswegen wurde der See- und Wanderbus ins Leben gerufen. Bereits im Juni wurde das Seebus-Angebot für mehr Abstand zwischen den Fahrgästen verstärkt.

Krösslhuber und sein Team hoffen, dass das Projekt trotz der Krise weiterhin Erfolge feiert. „Öffentlich ist nicht nur für die Gäste die bequemste Art, sich in der Region zu bewegen, sondern auch ein wesentlicher Baustein, um das Verkehrsaufkommen in der Region zu verringern“, betont Krösslhuber. Mit der Gästecard, der Mitarbeiterkarte für Tourismusbetriebe und der Bürgerkarte fährt man weiterhin kostenlos.

Neben der Mobilität setzen die Touristiker auch auf Aufklärung: In den Bussen werden eigene „Helferlein“ unterwegs sein, um die Fahrgäste bei Bedarf auf die Masken-Pflicht aufmerksam zu machen. Für Fragen rund um das richtige Verhalten in Restaurants oder in Seilbahnen sollen diese vom TVB engagierten Personen ebenfalls zur Verfügung stehen. (TT, jazz)


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