Mexiko mit 35.000 Corona-Toten weltweit an vierter Stelle

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Mexiko ist inzwischen das Land mit den viertmeisten registrierten Todesfällen im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19. Die Zahl stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Sonntag (Ortszeit) auf 35.006. Damit überholte Mexiko Italien. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus liegt in Mexiko nach Statistiken der Johns Hopkins Universität in den USA bei 299.750.

Die wahren Zahlen dürften in Mexiko allerdings noch deutlich höher liegen. Äußerst wenige Menschen werden dort auf das Coronavirus getestet. Nach Statistiken, die von Forschern der englischen Universität Oxford zusammengetragen wurden, lag die Zahl der täglich durchgeführten Tests in Mexiko zuletzt bei 4,83 pro 1.000 Einwohner - in Deutschland waren es 76,1 und in den USA 117,58.

Lateinamerika gehört derzeit zu den Brennpunkten der globalen Corona-Pandemie. Nach Zahlen der Europäischen Union wurden dort bisher mehr als drei Millionen Infektionen und mehr als 140 000 Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 registriert. Brasilien steht mit mehr als 1,8 Millionen Infizierten und mehr als 72 000 Toten in beiden Kategorien weltweit nur hinter den USA.

Nach der bolivianischen Interimspräsidentin Jeanine Áñez hat sich unterdessen auch der Wirtschaftsminister des südamerikanischen Landes mit dem Coronavirus angesteckt - als bereits vierter Minister Boliviens in diesem Monat. Er gebe die Führung des Ressorts vorübergehend ab, während er sich zur Beobachtung in einem Spital aufhalte, erklärte Oscar Ortiz am Sonntag in einem auf Twitter veröffentlichten Video.

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Vor ihm war unter anderem bei Gesundheitsministerin Eidy Roca eine Infektion mit dem Virus bekannt geworden. Auch die Senatspräsidentin Eva Copa steckte sich nach eigenen Angaben an.

Erst am Donnerstag hatte Áñez ihr positives Testergebnis bekanntgegeben und angekündigt, sich für zwei Wochen in Quarantäne zu begeben und von zu Hause aus die Regierungsgeschäfte weiter auszuführen. Die frühere Senatorin war im vergangenen Jahr an die Staatsspitze gerückt, nachdem der ehemalige Präsident Evo Morales nach seiner umstrittenen Wiederwahl auf Druck des Militärs zurückgetreten und ins Exil geflohen war. Am 6. September soll es Neuwahlen geben.

Nach dem Brasilianer Jair Bolsonaro und dem honduranischen Staats- und Regierungschef Juan Orlando Hernández ist Áñez als drittes Staatsoberhaupt in Lateinamerika positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden. Hernández verbrachte gut zwei Wochen in einem Krankenhaus. Zuletzt infizierten sich auch in Venezuela mehrere führende Politiker, darunter der Vorsitzende der Verfassungsgebenden Versammlung, Diosdado Cabello, und Ölminister Tareck El Aissami.

Unterdessen hat die russische Hauptstadt Moskau trotz nach wie vor vieler neuer Corona-Neuinfektionen die Maskenpflicht gelockert. Von diesem Montag sei der Mund-Nasen-Schutz im Freien freiwillig, teilte die Stadtverwaltung mit. Bereits vor diesem weiteren Schritt der Lockerung der Antivirus-Beschränkungen waren nur wenige auf den Straßen und Plätzen in Europas größter Metropole mit dem Schutz zu sehen. Vorgeschrieben ist er aber noch in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen.

In Russland kommen jeden Tag noch mehr als 6.000 Neuinfektionen hinzu. Mit Stand Montag gab es mittlerweile landesweit rund 733.700 Corona-Fälle. Mehr als 11.400 Patienten starben mit dem Virus. Eine halbe Million Menschen galten als genesen. Kremlchef Wladimir Putin sagte der Nachrichtenagentur Interfax zufolge, die Sterblichkeitsrate sei „um ein Vielfaches niedriger“ als in vielen europäischen Ländern. Es gab immer wieder Zweifel an der Glaubwürdigkeit der russischen Statistik.


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