Drei Tote bei Auseinandersetzung in Ostukraine

In der Ostukraine sind nach Angaben der ukrainischen Armee zwei Soldaten und ein Militärarzt bei Auseinandersetzungen mit prorussischen Separatisten getötet worden. Ein Soldat sei durch Schüsse, ein weiterer durch eine unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung getötet worden, teilte die Armee mit. Der Militärarzt starb bei dem Versuch, den durch die Explosion getöteten Soldaten zu bergen.

Zwei weitere Militärangehörige wurden dabei verletzt. Am Sonntag waren bereits sechs ukrainische Soldaten bei Kampfhandlungen mit prorussischen Rebellen verletzt worden. Die ukrainische Regierung warf den Separatisten vor, in den vergangenen 24 Stunden elf Mal gegen einen Waffenstillstand verstoßen zu haben. Dabei habe die Gegenseite auch 120-mm-Mörser eingesetzt, die durch das Minsker Friedensabkommen von 2015 eigentlich verboten sind.

Die jüngsten Kampfhandlungen sind die blutigsten seit März. In der Ostukraine herrscht seit 2014 Krieg. Russland unterstützt in dem Konflikt die prorussischen Separatisten, welche in Lugansk und Donezk sogenannte Volksrepubliken ausgerufen haben. Mehr als 13.000 Menschen wurden in dem Konflikt bereits getötet.

Die 2015 geschlossenen Minsker Abkommen sollten den Konflikt in der Ostukraine befrieden, doch wird immer wieder gegen deren Auflagen verstoßen - wofür sich die Konfliktparteien gegenseitig verantwortlich machen. Die Regierung in Kiew und der Westen werfen Russland vor, die Separatisten finanziell und durch Waffenlieferungen zu unterstützen. Moskau weist dies zurück.


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