Dutzende Verletzte bei Zugsunglück nahe Prag

Beim Zusammenstoß eines Personenzugs mit einem Güterzug hat es am späten Dienstagabend in Tschechien Dutzende Verletzte gegeben. Vier Schwerverletzte seien in Kliniken in Prag gebracht worden, teilte eine Sprecherin des Rettungsdienstes in der Nacht zum Mittwoch mit. Mindestens 29 Menschen seien leicht verletzt worden.

Einer der Lokführer wurde in seiner Kabine eingeklemmt und konnte noch nicht geborgen werden. Nach ersten Informationen war der Personenzug bei Cesky Brod, das rund 30 Kilometer östlich von Prag liegt, auf einen stehenden Postexpresszug aufgefahren.

Die Einsatzkräfte waren mit mehr als einem Dutzend Notarzt- und Krankenwagen sowie zwei Rettungshubschraubern vor Ort. Zudem wurde ein Großraumkrankenwagen zur Unglücksstelle entsandt. In dem Nahverkehrszug sollen sich im Spätabendverkehr insgesamt rund 200 Fahrgäste befunden haben.

Der sogenannte „CityElefant“ verbindet Prag mit Recany nad Labem (Retschan an der Elbe). Die Unglücksursache muss noch ermittelt werden. Möglicherweise wurde ein Haltesignal übersehen, hieß es seitens der Behörden.

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Bilder in den sozialen Medien zeigten, dass die Züge nach der Kollision ineinander verkeilt waren. Der Bahnverkehr auf der wichtigen Hauptachse wurde umgeleitet. Verkehrsminister Karel Havlicek eilte an die Unglücksstelle.

Erst vor einer Woche waren bei einem Zugsunglück im tschechischen Teil des Erzgebirges zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach dem Unglück hatte sich Havlicek für langfristige, aber gegen provisorische Lösungen der Sicherheitsprobleme bei der staatlichen Bahn ausgesprochen.


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