A12-Knoten Kufstein Süd: Fahrverbot zu Tankstelle gefordert

Stadtrat will zeitweises Verbot von Lkw-Tankverkehr am A12-Knoten Kufstein Süd.

Beim Kreisverkehr am A12-Knoten Kufstein Süd gibt es Probleme mit der großen Lkw-Belastung.
© Hrdina

Von Wolfgang Otter

Kufstein – Ein Antrag an den Rechtsausschuss des Kufsteiner Gemeinderates geriet durch die Corona-Krise und den Lockdown mehr oder weniger in Vergessenheit: Der VP-Gemeinderat Richard Salzburger hatte bereits im März angeregt, über eine Zufahrtsbeschränkung von Lkw zur Tankstelle am Autobahnknoten Kufstein Süd nachzudenken bzw. ein Fahrverbot bei der zuständigen Behörde zu beantragen.

„Nachdem auch die Errichtung einer Deponie im Bereich der Autobahnausfahrt Kufstein Süd wohl nur noch eine Frage der Zeit ist und dann mit einem beträchtlichen zusätzlichen Lkw-Aufkommen zu rechnen ist, ist es höchst an der Zeit, den Tanktourismus ein für alle Mal zu beenden“, meinte Salzburger. Mit Deponie meint er die Bauschuttdeponie, die im Bereich des Autobahnknotens Kufstein Süd geplant ist. In den Vormittagsstunden gibt es auch noch zusätzlich den Berufspendlerverkehr und an bestimmten Tagen viele Urlauber-Pkw, die Richtung Eiberg unterwegs sind. Ein Mix, der oft zu einer Verkehrsüberlastung führt.

Jetzt hat die damalige Initiative Salzburgers nicht nur im Rechtsausschuss, sondern auch im Kufsteiner Stadtrat ihren Niederschlag gefunden. „Wir haben ein Ansuchen an die Bezirkshauptmannschaft beschlossen. Diese soll die Möglichkeiten von Zufahrtsbeschränkungen prüfen.“ Dabei denkt man an eine zeitliche Beschränkung, so wie in Mutters/Natters und Fritzens, wo die Zufahrt zu Lkw-Zapfhähnen stundenweise gesperrt ist. Für Kufstein könnte sich BM Krumschnabel ein Verbot von 6 Uhr bis 10 Uhr vorstellen. Ausgenommen wäre der Ziel- und Quellverkehr, da über Kufstein Süd auch Gewerbebetriebe erschlossen sind. Aber die Dauer der Sperre sei nun Gegenstand des Prüfungsverfahrens der Bezirkshauptmannschaft. Dabei werden auch die aktuellen Lkw-Zahlen erhoben. „Aber man sieht es ja mit freiem Auge, dass es immer wieder zu Problemen kommt“, meint Krumschnabel.

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