Corona-Krise

Ausbildungsplatz weg: Corona lässt Tiroler Lehrlinge zittern

Im August und September starten in Tirol rund 3300 Jugendliche ins erste Lehrjahr.
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Noch vor dem ersten Lehrtag ist die Lehrstelle plötzlich weg. Ausbildungsplätze gibt es in Tirol zum Glück noch genug, Angebot und Nachfrage klaffen jedoch weit auseinander.

Von Beate Troger

Innsbruck, Jenbach – Es wäre ihr Traumberuf gewesen. Die 15-jährige Sophie aus Schwaz ist verzweifelt. Sie hätte Ende August ihre Lehrstelle als Bürokauffrau bei einem mittelständischen Unternehmen in der Nähe ihres Wohnortes antreten können. Drei Wochen vor dem Zeugnistag kam die Absage. Der Betrieb verlängert die Kurzarbeit, für den Lehrling in spe könne die Ausbildung und Betreuung nicht gewährleistet werden.

So wie Sophie geht es heuer mehreren Jugendlichen, die nach der neunten Schulstufe hochmotiviert ins Berufsleben einsteigen wollten.

Die rechtliche Situation ist klar und geht zu Lasten von Sophie: „Noch vor dem ersten Lehrtag und auch in der dreimonatigen Probezeit kann der Lehrvertrag jederzeit aufgelöst werden“, erklärt Vera Lochmann von der Jugendabteilung der Arbeiterkammer Tirol. Dagegen könne man rechtlich nicht vorgehen.

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