A3 Limousine: Elegant, leichtfüßig, mit Bodenhaftung

Den Kahlschlag hat sie überlebt: Die A3 Limousine bleibt beim Generationswechsel im Programm – im Gegensatz zu den eingestellten Cabriolet- und Dreitürer-Versionen. Erste Ausfahrt mit dem klassischen Stufenheck.

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Klassische Formgebung, attraktive Gestaltung, effizient motorisiert: die neue A3 Limousine erlebt soeben die Markteinführung.
© Markus Höscheler

Von Markus Höscheler

Neuburg an der Donau – Was die Karosserievarianten anbelangt, hat das Audi-Management bei der Entwicklung der vierten A3-Generation kräftig gestrichen, sozusagen das Angebot halbiert: Dem Cabriolet wurde ein Ende gesetzt, dem Dreitürer, der 1996 die Erfolgsgeschichte des Ingolstädter Kompaktwagens begründete, ebenso. Überraschenderweise darf eine klassische Bauform weitermachen, obwohl sie insgesamt nicht die größte Resonanz erhält und beim A3 erst seit 2013 Präsenz zeigt: die Stufenhecklimousine. Sie gesellt sich dieser Tage im Handel zum bereits seit einigen Wochen erhältlichen Sportback (fünftürige Schräghecklimousine).

Die Länge ist mit 4,5 Metern gerade noch kompakt gehalten, das Außenkleid beeindruckt mit einem elegant gezeichneten Singleframe-Kühlergrill, betonten Seitenschwellern und markanten Sicken auf der Motorhaube. Besonders in Szene gesetzt hat sich einmal mehr die Abteilung, die für die Scheinwerfer zuständig ist – denn das Tagfahrlicht besteht aus 15 LED-Segmenten, die je nach Ausstattung eine unterschiedliche Signatur präsentieren. Das digitale Tagfahrlicht ist Bestandteil der optional erhältlichen Matrix-LED-Scheinwerfer.

Innen finden wir eine neuerliche Bestätigung dafür, dass der Touchscreen das Dreh-/Drücksteller-Konzept von früher ausgestochen hat. Auf der Mittelkonsole thront entsprechend ein berührungsempfindliches, hochauflösendes Display im 10,1-Zoll-Format. Daneben, hinter dem Lenkrad leuchtet ein volldigitales Instrumentarium, das optional in einer Größe von 12,3 Zoll als Audi Virtual Cockpit plus bestellt werden kann. Ebenfalls ein neues Extra ist das Head-up-Display, das wichtige Fahrinformationen hochauflösend und bequem auf die Windschutzscheibe projiziert.

Ein besonderes, umfreundliches Gimmick hat sich Audi für die Sitzbezüge einfallen lassen: Wie andere Hersteller auch bemühen sich die Ingolstädter, recyceltes Material für bestimmte Fahrzeugteile zu verwenden. In diesem Fall bestehen die Sitzunterlagen aus wiederverwerteten Kunststoffflaschen (PET) – Einbußen bei der Sitzqualität konnten wir jedenfalls bei der ersten Ausflugsfahrt nahe Ingolstadt nicht feststellen.

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Zum augenblicklich erfolgenden Marktstart liefert Audi die A3 Limousine vorerst mit zwei Benzinern und zwei Dieseln aus, allesamt mit Turboladern bewehrt: Der Basis­ottomotor arbeitet mit drei Zylindern, die einen Liter Hubraum dazu benützen, 110 PS leisten zu können. Darüber rangiert ein 150 PS starker Vierzylinder, dazu kommen zwei Zweiliter-Vierzylinder-Diesel mit 116 und 150 PS. Deren Spezialität ist die Verwendung einer zweistufigen Stickoxidnachbehandlung, was zu einem umweltfreundlicheren Emissionsverhalten führt.

Recht kurvenfreundlich waren wir mit dem 150 PS starken Benziner unterwegs, unterstützt von einem angenehm austarierten Fahrwerk und einer Mildhybrid-Konfiguration, die insbesondere beim Anfahren ihre Stärke zeigt und auf lange Sicht einen Minderverbrauch von 0,4 Litern je 100 Kilometer verwirklichen soll.

Die 150-PS-Limousine kostet hierzulande ab 30.600 Euro.


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