Suzukis Allrad-Alleskönner SX4 S-Cross – wie für Tirol gemacht

Suzukis SX4 S-Cross hat im TT-Dauertest bereits Tausende Kilometer zurückgelegt. Hybridsystem und Vielseitigkeit überzeugen.

Idealmaß eines Crossovers: Auf 4,3 Metern Länge sorgen 1,8 Meter Höhe für Raum und Übersicht.
© Fellner Reinhard

Von Reinhard Fellner

Innsbruck – Der Suzuki SX4 S-Cross gehört mittlerweile zu den etablierten Vertretern der Kompaktklasse. Auf mehr­heitstauglichen 4,3 Metern vereinten die Japaner Suzuki-Kompetenzen, nämlich profundes Kompakt­auto-Know-how und Allradantriebssysteme. Dieser SX4 rollte allerdings mit einer echten Suzuki-Neuheit zum TT-Dauertest: ein Hybridantrieb mit 48-Volt-Batterie. Ein Startgenerator mit der Funktion eines Elektromotors unterstützt mitsamt der Batterie einen Turbobenziner. Macht 129 PS mit der Kraft von 235 Newtonmetern.

Wer den bislang bereits erhältlichen Dreizylinder (112 PS, angenehm quirlig) und den Vierzylinder-Benziner (140 PS, auffallend spritzig) kennt, fragt sich, ob es den Hybrid denn wirklich noch gebraucht hätte. Nach gut 5000 Testkilometern lautet die Antwort: Ja! Das sich während der Fahrt selbst aufladende Aggregat ist nämlich ein Meister aller Tugenden. Rollt man gelassen dahin, spart es Kraftstoff. Will man die Fahrwerksqualitäten des SX4 erfahren, hilft das 48-Volt-System dem Benziner per Extraschub nach. Das Zusammenspiel geschieht unbemerkt (außer man schaut auf den Energiestatus am Display). Diese Antriebskombination verleiht dem SX4 ein feines Maß an Ruhe und Souveränität. Die Rechnung fällt mit 6,6 Litern Praxisverbrauch dabei erfreulich niedrig aus – auch im Vergleich zum 140-PS-Benziner. So einfach kann Hybrid – ganz ohne lästige Kabel – funktionieren.

Ansonsten erfreut der SX4 S-Cross mit seiner geradezu auffallenden Alltagstauglichkeit. Ein wenig erinnert das ganze Auto an ein besseres Schweizer Messer. Durch die hohe Bauweise bietet der Suzuki nämlich relativ viel an gut nutzbarem Platz, eine hohe Sitzposition und eine exzellente Rundumsicht (selten geworden). Viel unkomplizierter lassen sich Alltag und Reisen nicht bestreiten. Vor Auffahrunfällen bewahrt ein fast schon übersensibler Abstandswarner, auch sonst versammeln sich im Modell „flash“ jede Menge Assistenzsysteme an Bord. Wird es aber einmal wirklich ernst, greift Suzukis Allradsystem AllGrip ein. Zusammen mit der brauchbaren Bodenfreiheit sind Fahrten auf Schneebahnen oder Feldwegen das Terrain des Allrad-SX4. Eigentlich ein uneitler Alleskönner, wie gemacht für Tirol. Bis jetzt verlief alles defekt- und klapperfrei. Viele Kilometer warten noch – wie aktuelle Top-Angebote für den 140-PS-Benziner beim Händler.


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