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Weg-Schaden in Mariastein/Angerberg ist nicht auszugleichen

Der 1360 Meter lange Weg zwischen Gasthof Schlossblick und Mariastein verläuft durch ein Feuchtgebiet und quert den Nasenbach zweimal.
© Otter

Die Tiroler Landesumweltanwaltschaft zieht aus dem umstrittenen Wanderweg durchs Biotop in Angerberg/Mariastein seine Lehren. Künftig sollen Projekte dieser Art nicht mehr unterstützt werden.

Von Jasmine Hrdina

Kufstein, Innsbruck – Der Käse ist gebissen, hinterlässt aber einen faden Nachgeschmack. Seit einigen Wochen führt der umstrittene Schotterweg in Mariastein/Angerberg Wanderer entlang des Nasenbachs (nach dem Feuchtgebiet oft auch „Moosbach“ genannt) mitten durch ein Biotop. Geschützte Natur wird zugunsten eines Spazierwegs zerstört, um dann wieder aufgebaut, teilweise sogar verbessert zu werden. Kritik wurde aus politischen wie auch wissenschaftlichen Kreisen laut. Ob solch ein Projekt noch einmal grünes Licht erhalten würde, bleibt fraglich. Die Tiroler Landesumweltanwaltschaft hat jedenfalls „aus dem Fall gelernt“ und will „künftig Revitalisierungsmaßnahmen nicht mehr unterstützen, wenn dafür (wie im Falle Moosbach, Anm. d. R.) ein anderer hochwertiger Lebensraum verloren geht“, erklärt Johannes Kostenzer.

14 Jahre sind seit der ersten Bewilligung des Tourismusprojekts vergangen – die Umsetzung scheiterte u. a. an Differenzen mit Grundeigentümern. Diese sind auch der Grund, warum der Weg nun anders als ursprünglich geplant geradlinig verläuft und das „bisher intakte“ Feuchtgebiet zweimal durchschneidet. Von einer „starken Beeinträchtigung des Lebensraumes“ ist im behördlichen Gutachten (2018) die Rede. Eine, die mit mehreren Ausgleichsmaßnahmen relativiert werden soll.

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