Großbrand in Kathedrale von Nantes eingedämmt

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In der Kathedrale der westfranzösischen Stadt Nantes ist ein Feuer ausgebrochen. Der Brand sei jedoch eingedämmt, sagte der Leiter der örtlichen Feuerwehr, Laurent Ferlay, am Samstag. Der Schaden begrenze sich auf die große Orgel, teilte Ferlay mit. Diese scheine „völlig zerstört“ zu sein. Nach Medienangaben waren mehr als 100 Feuerwehrleute im Einsatz, um den Brand zu löschen.

Auf einem Video der Feuerwehr war schwarzer Rauch zu sehen, der aus einem Fenster der Hauptfassade aufstieg. Hinter den Fenstern waren Flammen zu sehen. Die Feuerwehr des zuständigen Departement Loire-Atlantique rief dazu auf, den Bereich zu meiden.

Die Kathedrale von Nantes aus dem 15. Jahrhundert ist den Aposteln Peter und Paul geweiht und gehört zur französischen Spätgotik. Bei einem Feuer 1972 wurde nach Angaben der Diözese von Nantes der Dachstuhl der Kirche komplett zerstört. Nach Restaurierungsarbeiten öffnete die Kirche 1985 wieder ihre Türen. 2015 hatte in Nantes zudem ein spektakuläres Feuer das Dach der Basilika Saint-Donatien zerstört.

Der Brand in der Kathedrale weckte in Frankreich Erinnerungen an das verheerende Feuer in der weltberühmten Pariser Kirche Notre-Dame vor mehr als einem Jahr. „Nach Notre-Dame steht die Kathedrale Saint-Pierre-et-Saint-Paul im Herzen von Nantes in Flammen“, schrieb Staatschef Emmanuel Macron auf Twitter. Die Kirche sei ein „gotisches Juwel“.

Frankreichs Premierminister Jean Castex bedankte sich bei den Feuerwehrleuten auf Twitter für ihren Einsatz. Den Menschen in Nantes wolle er seine Solidarität aussprechen, schrieb Castex. Er kündigte an, am Samstagnachmittag gemeinsam mit Kulturministerin Roselyne Bachelot und Innenminister Gerald Darmanin nach Nantes zu fahren, um den Schaden zu sehen.


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