Prozess gegen mutmaßlichen Halle-Attentäter beginnt

Mehr als neun Monate nach dem Anschlag auf eine Synagoge im deutschen Halle an der Saale beginnt am Dienstagvormittag - wegen des großen medialen Andrangs mit etwas Verzögerung - der Prozess gegen den 28-jährigen Angeklagten. Er ist in dem Verfahren vor dem Oberlandesgericht Naumburg unter anderem wegen zweifachen Mordes und mehrfachen Mordversuchs angeklagt.

Er soll am 9. Oktober vergangenen Jahres während der Feierlichkeiten zum jüdischen Feiertag Jom Kippur versucht haben, bewaffnet in die Synagoge in Halle einzudringen. Als ihm dies nicht gelang, erschoss er den Ermittlungen zufolge auf offener Straße eine Frau, drang in einen Döner-Imbiss ein und tötete dort einen Mann. Auf seiner Flucht verletzte er zwei weitere Menschen schwer.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Angeklagte aus antisemitischen und rassistischen Motiven handelte. Der Prozess, der von großem Medieninteresse begleitet wird, findet aus Sicherheits- und Platzgründen im Landgericht Magdeburg statt.

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