Theaterverein Stumm will Theater ins Dorfleben einbinden

Stummer Schauspieler verlegen ihre Bühne in Gastgärten und auf Restaurantterrassen. Mit „Da Hochstandjosef“ wollen sie im August aufhorchen lassen.

Mit der Komödie „Da Hochstandjosef“ wollen die Mitglieder des Theatervereins Stumm ein Stück Kultur im Ort aufleben lassen.
© Theaterverein Stumm

Von Eva-Maria Fankhauser

Stumm –Ein Sommer ohne Theater? Das kommt für die Stummer nicht in Frage. Das bekannte Kulturfestival Stummer Schrei musste zwar auf das nächste Jahr verlegt werden, aber eine Pause will man sich deshalb trotzdem nicht gönnen. Denn die Stummer wollen nicht auf Kultur und vor allem auf ein bisschen Spaß verzichten.

Daher stellt der Theaterverein in kürzester Zeit ein Stück auf die Beine, das kurzweilig, lustig und unterhaltsam ist. Mit „Da Hochstandjosef“ wollen sie im August aufhorchen lassen.

Gespielt wird aber nicht im Theatersaal oder auf einer großen Bühne. Die neun Darsteller geben den Hochstandjosef in sieben verschiedenen Gasthäusern im Ort zum Besten. „Die Idee dazu hatten wir schon länger und Corona war nun ein guter Anlass, das Ganze endlich mal umzusetzen“, sagt Spielleiter Thomas Stiegler im TT-Gespräch. Mit dieser neuen Idee will man das Dorfgeschehen mehr ins Theaterleben einbinden. „Das Gasthaustheater soll etwas Familiäres sein, im kleinen Rahmen mit einem lustigen Stück für alle“, sagt Stiegler. Maximal 100 Besucher sind pro Aufführung geplant.

Die Theatergruppe muss sich auf die örtlichen Möglichkeiten einstellen

Vier Stühle, ein paar Bierkrüge und ein Tisch – mehr Requisiten stehen den Schauspielern nicht zur Verfügung. „Mehr brauchen wir nicht“, meint Manfred Fiechtl, der die Titelfigur Josef spielt. Die ersten Proben sind gut gelaufen. „Aber wir wollen in jedem Gasthaus einmal proben, weil wir uns überall neu einstellen müssen“, sagt Fiechtl. Einmal auf der Terrasse, dann im Garten oder im Speisesaal – die Theatergruppe muss sich auf die örtlichen Möglichkeiten einstellen. „Daher muss der Text zu 100 Prozent sitzen, um sich dann auf andere Gegebenheit spontan einstellen zu können“, meint Fiechtl.

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Er spielt einen alteingesessenen Bürgermeister und Jäger, in dessen Leben sich die Ereignisse plötzlich überschlagen. „Da geht’s ganz schön rund. Es ist ein wirklich lustiges Stück“, sagt ­Fiechtl. Dass nicht auf der großen Bühne gespielt wird, sondern mitten unter den Leuten, auf der Terrasse oder im Garten, das gefällt den Darstellern besonders gut. Begleitet werden sie zudem von zwei Gstanzl-Sängerinnen.

Gestartet wird die Gasthaustheaterrunde in Tina’s Café am See am 7. August um 20.15 Uhr. Weitere Spielorte: Nudelbar, Nester, Neumeister, Merzenklamm, Pinzger, Tipotsch. „Wir sind schon ziemlich gut gebucht“, verrät Stiegler. Reservierungen sind unter 05283-2218 möglich.


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