Ergebnis der Parlamentswahl in Syrien verzögert sich

Nach der Parlamentswahl in Syrien ist am Montag in fünf Wahllokalen die Wahl wiederholt worden. Die Menschen waren aufgerufen, erneut ihre Stimmen abzugeben, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Das endgültige Ergebnis des Urnengangs vom Sonntag verzögerte sich dadurch, die Stimmen wurden am Dienstag noch ausgezählt.

Die Wahlkommission hatte die erneute Wahl nach Berichten über Unstimmigkeiten zwischen der Zahl der abgegebenen Stimmen und der registrierten Wahlberechtigten angeordnet. Die erneute Stimmabgabe in den fünf Wahllokalen erfolgte dann am Montag. Solche Wahlwiederholungen sind in Syrien nicht ungewöhnlich. Nach der Parlamentswahl 2016 wurden die Ergebnisse erst vier Tage nach der Wahl veröffentlicht.

Im vom jahrelangen Bürgerkrieg und einer schweren Wirtschaftskrise gezeichneten Syrien wurde am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Erwartet wird ein klarer Sieg der Baath-Partei von Machthaber Bashar al-Assad, wirkliche Oppositionskandidaten gab es nicht. Mehrere Kandidaten sind mit westlichen Sanktionen belegt.

Es war der dritte Urnengang seit Beginn des Bürgerkriegs in dem arabischen Land vor neun Jahren - und der erste, der auch in ehemaligen Rebellenhochburgen abgehalten wurde. Gewählt wurde auf jenen rund 70 Prozent des Staatsgebiets, die sich unter Kontrolle Assads befinden. Als bedeutsames Kriterium für die Bewertung der Wahl gilt die Wahlbeteiligung. 2016 hatte sie bei 57 Prozent gelegen.

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