Strenger „Radpfarrer“ wechselt ins Achental

Strengen – Strengen bekommt ab Herbst einen neuen Pfarrer. Nach 16 Jahren als Seelsorger wechselt Pfarrer Georg Schödl seine Gemeinde. Er wird ab 1. Oktober Leiter des Seelsorgeraums Achental. Bisher betreute er neben Strengen auch Tobadill und Pians.

Schödl ist seit 2004 in Strengen seelsorgerisch tätig. Der gebürtige Absamer war nach seiner Primiz als Kooperator in Lienz sowie Ried-Prutz-Kauns und Fendels tätig. Danach war er für sechs Monate als Militärseelsorger im Kosovo, bevor er seine erste eigene Gemeinde übernahm.

Bekannt wurde der Strenger Priester als „Radpfarrer“. Er trat selbst immer leidenschaftlich in die Pedale und veranstaltete alljährlich auch eine Radwallfahrt nach Locherboden. Zuletzt hatte er aber auch während des Corona-Lockdowns Schlagzeilen gemacht, weil er von Haus zu Haus ging und dort unter anderem auf Anfrage auch die Krankensalbung und die Krankenkommunion gespendet hatte. Dabei soll er auch Kontakt mit einem Infizierten gehabt haben, wurde darauf aber negativ getestet. Er berief sich damals darauf, den Leuten beistehen zu müssen.

Mit dem Vorfall habe der Wechsel der Gemeinde aber überhaupt nichts zu tun, betont man seitens der Diözese Innsbruck auf Anfrage der Tiroler Tageszeitung. Es handle sich um eine ganz normale Personalentscheidung, wie sie um diese Zeit öfter getroffen werde.

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Von einem persönlichen Wunsch des Pfarrers, noch einmal die Gemeinde zu wechseln, spricht der Strenger Bürgermeister Harald Sieß­. Schödl habe das bereits früher angekündigt, die Versetzung sei nun allerdings schneller vonstattengegangen als erwartet, so Sieß.

Im Seelsorgeraum Achental folgt Schödl auf Pfarrprovisor Gabriel Thomalla. Dieser wechselt für ein Jahr in die Pfarren Fritzens, Volders, Wattens.

Wer in Strengen Schödls Nachfolger wird, sei derzeit noch nicht klar, heißt es seitens der Diözese Innsbruck. Das sei Thema interner Gespräche. Sobald diese Entscheidung gefallen ist, werde man die Gemeinde informieren. (mr)


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