Neun Tote bei Absturz von Militärhubschrauber in Kolumbien

Beim Absturz eines Militärhelikopters im Süden Kolumbiens sind mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Das berichteten kolumbianische Medien unter Berufung auf das Militär am Dienstagabend (Ortszeit). Demnach wurden sechs Insassen in einer ländlichen Gegend des Department Guaviare verletzt geborgen, wo der Helikopter in einen Fluss gestürzt war. Zwei weitere wurden noch vermisst.

Die Soldaten waren den Angaben zufolge auf dem Weg zu einer Operation gegen Dissidenten der ehemaligen Guerillaorganisation FARC. Als sie sich abseilen wollten, sei es zu dem Absturz gekommen. Dem General der Streitkräfte zufolge war die Ursache noch unklar.

Verteidigungsminister Carlos Holmes Trujillo schrieb auf Twitter, dass eine Kommission den Absturz untersuchen würde. Das südamerikanische Land litt jahrzehntelang unter einem bewaffneten Konflikt zwischen den Streitkräften, linken Guerillagruppen und rechten Paramilitärs.

Die größte Rebellen-Organisation FARC hat inzwischen einen Friedensvertrag mit der Regierung geschlossen und die Waffen niedergelegt. Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich seitdem verbessert. Aber mehr als 2000 FARC-Dissidenten kämpfen immer noch gegen die Regierung und um Anteile am Drogenhandel. Auch die kleinere Guerillagruppe ELN ist weiter aktiv.


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