Norwegen erinnert an Terroropfer von 2011

Neun Jahre nach den Terroranschlägen von Oslo und Utøya hat Norwegen am Mittwoch der 77 Todesopfer gedacht. Im Regierungsviertel der Hauptstadt wurde mit der Niederlegung von Kränzen und einer Schweigeminute an die Opfer erinnert.

„Wir wiederholen die Worte ‚Nie wieder‘, um uns an das Versprechen zu erinnern, das wir eingegangen sind: dass wir jeden Tag für die Werte kämpfen werden, die der Terrorist treffen wollte“, sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg. Auch NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, der damals Regierungschef war, nahm teil.

Stoltenberg sagte dem Sender NRK, die Erinnerung an den 22. Juli 2011 sei wichtig, um die Getöteten, Verletzten und Angehörigen zu ehren. Es gehe aber auch darum, die Werte hochzuhalten, die damals angegriffen worden seien. „Wir sehen, dass diese Werte auch heute noch bedroht sind. Wir haben neue Angriffe in unserem eigenen Land und in anderen Ländern gesehen. Deshalb ist es wichtig, sich weiterhin für eine offene demokratische Gesellschaft einzusetzen.“

Am Nachmittag war eine weitere Gedenkveranstaltung auf der Insel Utøya geplant. Wegen der Coronavirus-Pandemie fanden die Gedenken ohne größeres Publikum statt. Der Rechtsterrorist Anders Behring Breivik hatte am 22. Juli 2011 zunächst eine Autobombe im Regierungsviertel gezündet und dann auf Utøya Dutzende Teilnehmer eines Ferienlagers der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei erschossen.


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