Berg- und Skiführer starten Image-Kampagne gegen „Schwarzführer“

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Staatlich geprüfte Berg- und Skiführer sorgen mit ihrer Expertise für mehr Sicherheit in der heimischen Bergwelt.
© VÖBS

Innsbruck – Unter dem Titel „Vertraue auf Profis“ hat der Verband der Österreichischen Berg- und Skiführer (VÖBS) rechtzeitig zur Sommerbergsaison eine Image-Kampagne gestartet. Dabei werden Kunden auf die notwendigen Qualifikationen der staatlich geprüften Berg- und Skiführer hingewiesen. Die Sujets dazu werden auf den Social-Media-Kanälen gepostet sowie unter anderem in Hütten und Sportgeschäften als Poster ausgehängt.

Hintergrund der Kampagne ist die Tatsache, dass es im Gebirge immer wieder zu skurrilen, aber auch gefährlichen Situationen mit so genannten „geführten“ Gruppen besonders an den Hotspots wie zum Beispiel am Großglockner kommt. „Wir setzen auf eine positive Aufklärung der Kunden und möchten damit auch so genannten ‚Schwarzführern‘ ein Zeichen setzen“, sagt Walter Zörer, 1. Vorsitzender des Verbandes. Der Kunde habe das Recht auf Information, ob der Bergführer wirklich geprüft und berechtigt ist, gewerblich tätig zu sein. Erkennbar ist das laut Zörer am Bergführerabzeichen und dem offiziellen Ausweis, den jeder Bergführer mitzuführen hat.

Die Experten am Berg sorgen dabei für ein wesentliches Sicherheitsplus. Laut Karl Gabl, ehemaliger Präsident des Kuratoriums für Alpine Sicherheit, waren von etwa 3500 Alpintoten zwischen 2006 und 2018 etwa 99 Prozent ohne Bergführer unterwegs. In Österreich gibt es rund 5500 alpine Führungskräfte. (TT)


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