Fünf humanitäre Helfer von Jihadisten in Nigeria getötet

Jihadisten haben im Nordosten Nigerias fünf humanitäre Helfer getötet. Die fünf Nigerianer seien im Juni im Bundesstaat Borno von einer bewaffneten Gruppe entführt und nun ermordet worden, teilte die französische Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger am Mittwoch mit. Nigerias Präsident Muhammadu Buhari sprach den Angehörigen der Toten sein Beileid aus.

„Diese nicht zu rechtfertigenden Morde unterstreichen die immensen Schwierigkeiten, denen unabhängige und unparteiische humanitäre Akteure gegenüberstehen sowie die Gewalt, der wir bei unserer täglichen Arbeit ausgesetzt sind“, erklärte Aktion gegen den Hunger. Bei einem der ermordeten Helfer handelt es sich demnach um einen Mitarbeiter der Organisation.

Auch die Hilfsorganisation International Rescue Committee erklärte, dass einer ihrer Mitarbeiter unter den Toten sei. „Wir verurteilen diese barbarische Tat und fordern die umgehende Rückgabe der Leiche (des Mitarbeiters) an seine Familie“, erklärte die Organisation.

Die nigerianische Präsidentschaft erklärte, die Sicherheitsmaßnahmen für Hilfsarbeiter würden in Zusammenarbeit mit den Organisationen erhöht, um zu verhindern, dass es erneut zu einer Entführung von NGO-Mitarbeitern komme. Präsident Buhari kündigte an, den Jihadismus in seinem Land „zu eliminieren“.

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Humanitäre Helfer werden im Norden Nigerias immer wieder Ziel jihadistischer Angriffe. Im vergangenen Jahr hatten Kämpfer des westafrikanischen IS-Ablegers Iswap sechs humanitäre Helfer entführt, darunter eine weibliche Mitarbeiterin von Aktion gegen den Hunger. Fünf der Helfer wurden ermordet, die Mitarbeiterin von Aktion gegen den Hunger befindet sich noch immer in der Gewalt der Jihadisten.

Die Jihadistenmiliz Boko Haram verübt seit mehr als Jahren Gewalttaten im Norden Nigerias. Dabei wurden bisher rund 36.000 Menschen getötet, zwei Millionen Menschen ergriffen die Flucht. Die Iswap-Miliz hatte sich im Jahr 2016 von Boko Haram abgespalten und mit der IS-Miliz verbündet.


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