Brandsätze an Gericht in US-Stadt Portland geworfen

Bei neuen Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus in den USA sind an einem Bundesgerichtsgebäude in der Westküstenstadt Portland Feuerwerkskörper und andere Brandsätze über die Umzäunung geschleudert worden. Dabei sei es zu Bränden im Säulenvorbau gekommen, die zwischen dem Zaun und dem Bauwerk liege, schrieb die Polizei von Portland (Oregon) am späten Mittwochabend (Ortszeit).

Mehr Einzelheiten gab sie nicht bekannt. Ein Reporter der Zeitung „New York Times“ berichtete auf Twitter, Bürgermeister Ted Wheeler sei von Tränengas von Einsatzkräften des Bundes getroffen worden. In Portland war es bei Protesten, die nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz vor knapp zwei Monaten begannen, zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Zudem kam es wiederholt zu Sachbeschädigungen am Gebäude eines Bundesgerichts. In einem ungewöhnlichen Schritt hatte die US-Regierung von Donald Trump gegen den erklärten Willen der lokalen Regierung Sicherheitskräfte nach Portland entsandt und ähnliche Schritte für weitere US-Metropolen angekündigt.

Am Mittwoch sagte der US-Präsident, „Hunderte“ Beamte würden auch nach Chicago entsandt. Damit solle einer Welle der Gewalt in der Millionenmetropole begegnet werden, erklärte er im Weißen Haus. Dort habe es zuletzt eine „schockierende Explosion an Tötungen“ und Gewaltverbrechen mit Schusswaffengebrauch gegeben. „Dieses Blutvergießen muss ein Ende haben“, sagte Trump. „Wir haben keine andere Wahl, als uns einzumischen.“ Um die Entsendung dieser Sicherheitskräfte ist zwischen der Trump-Regierung und Bürgermeistern mehrerer US-Städte ein Streit entbrannt.

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