Neuer Wanderweg soll Tirol und Bayern verbinden

Bis 2022 soll ein 60 Kilometer langer, durchgehender Wanderweg zwischen Fischbachau (Bayern) und Thiersee entstehen.

Am Ursprungpass trafen sich die Bürgermeister Hannes Juffinger (Thiersee), Georg Kittenrainer (Bayrischzell) und Johannes Lohwasser (Fischbachau), um das gemeinsame Projekt Wanderweg anzupreisen.
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Von Jasmine Hrdina

Thiersee, Bayrischzell – Auf einem neuen Weg soll man bis 2022 zwischen Tirol und Bayern wandern können. Entlang der 60 Kilometer soll man zwischen der bayerischen Gemeinde Fischbachau und Thiersee im Tiroler Bezirk Kufstein nicht nur die Natur genießen, sondern auch Wissen vermittelt bekommen können. Verschiedene Stationen sind spielerisch Themen wie Wasser, Wald oder der Jagd gewidmet. Mittels App am Smartphone gibt es zusätzliche Informationen – etwa darüber, was seinerzeit so alles über den Ursprungpass geschmuggelt wurde. Bei etwa 1000 Höhenmetern erreicht man am Gasthof Wastler in Thiersee den höchstgelegenen Punkt der Route. Über die Berge gebe es bereits ein gutes Angebot für Sportler, im Tal stelle der Weitwanderweg aber ein neues Angebot speziell für Familien dar, sagen die Projekttreiber. Die ersten Bauabschnitte befinden sich bereits in Ausschreibung, im Herbst sollen die Bagger auffahren.

448.000 Euro kostet das Interreg-Projekt, drei Viertel davon stammen aus EU-Geldern, den Rest teilen sich die Gemeinden Thiersee, Fischbachau und Bayrischzell. Wobei die Finanzierungsfrage überhaupt erst Anlass dazu gab, grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten, wie der Bürgermeister von Bayrischzell, Georg Kittenrainer, gesteht. Den Plan, die Wanderwege entlang der Leitzach „wieder herzurichten“, gebe es demnach schon lange, die Tiroler habe man an Bord geholt, um aus dem EU-Fördertopf naschen zu können.

Thiersees BM Hannes Juffinger heißt das mit einem Augenzwinkern gut – es ist nach der Buslinie zwischen Kufstein und Schliersee sowie einer grenzüberschreitenden Langlaufloipe im vergangenen Winter das dritte Gemeinschaftsprojekt.

Für den Weitwanderweg mussten einige Grundeigentümer überzeugt werden, der Großteil verlaufe aber auf bereits gewidmeten Wanderwegen, Landesstraßen oder auf Parzellen der Bundesforste.

Stellenweise sei das Radfahren zwar auf den bestehenden Strecken erlaubt, in erster Linie handle es sich aber um einen Fußweg.


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