„Graue Wölfe“ in Kufstein unterwegs: VP-Klubobmann fordert Konsequenzen

Der in Österreich verbotene Wolfsgruß.
© SEZAYI ERKEN

Kufstein – Der Wolf sorgt nicht nur auf den Almen für Furore, auch im Bezirk Kufstein fällt das Tier auf – als Symbol türkischer Rechtsextremer, die meist Anhänger der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) sind. Seit 1. März 2019 sind in Österreich sowohl Zeichen der „Grauen Wölfe“ als auch der Wolfsgruß verboten. Der Türkische Kulturverein Kufstein scheint aber keinen Hehl aus seiner politischen Gesinnung zu machen und veröffentlichte Mitte Juni ein Foto auf Face­book, auf dem Mitglieder unter einer roten Fahne mit Wolfssymbol posieren.

Zuletzt fielen in der Region auch Motorradfahrer auf, die das Wolfs-Wappen auf ihren Jacken tragen, auch mit der Aufschrift „Anatolischer Grauer Wolf“ (Bozkurt Anadolu). Konsequenzen fordert VP-Klubobmann Jakob Wolf. Man dürfe nicht aus „falsch verstandener Toleranz heraus“ wegsehen. „Fakt ist, dass viele Anhänger der rechtsextremen türkischen Partei MHP kein Interesse an Integration haben, sondern einen kulturellen Nationalismus betreiben, sich bewusst von der Mehrheitsgesellschaft abschotten und versuchen Parallelstrukturen aufzubauen.“ Kufsteins BM Martin Krumschnabel (Die Parteilosen) fordert die Behörden auf, „das Gesetz zu vollziehen“. Man sei nach der Propaganda-Veranstaltung im städtischen Kultur Quartier im November 2018 mit dem Verfassungsschutz in ständigem Kontakt, dieser bestätigte ihm, dass es in der Region Umtriebe der Grauen Wölfe gebe. (jazz)

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