Prozess in Ried wegen Spaziergangs trotz Corona-Quarantäne

Nach einem ähnlichen Prozess in Klagenfurt steht am Freitag in Ried im Innkreis eine Spaziergängerin wegen Missachtung der verordneten Heimquarantäne vor Gericht. Die 35-Jährige wurde wegen vorsätzlicher Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten angeklagt.

Sie habe eigenen Aussagen zufolge in einer Gemeinde im Bezirk Braunau am 6. April „eine kleine Runde“ gedreht, was eine Bewohnerin allerdings sah. Da die Zeugin von der Infektion der 35-Jährigen wusste, verständigte sie die Polizei. Die ausgeforschte Spaziergängerin soll angegeben haben, nicht gewusst zu haben, dass sie etwas Verbotenes tat. Bei einer Verurteilung drohen ihr bis zu drei Jahre Haft. Die Frau, die diese Woche in Kärnten wegen desselben Delikts vor Gericht stand, fasste für ihr Vergehen sechs Monate bedingt sowie eine Geldstrafe aus.


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