Vizekanzler Werner Kogler: „Mit uns ginge das ja sowieso nicht“

Werner Kogler, Vizekanzler und Chef der Grünen, gab als Gast der TT in Wien einen Einblick in das Innenleben der Koalition. Eine Generalamnestie für Corona-Strafen sei schwierig.

„Licht und Schatten, auch Make-up“: Grünen-Chef Werner Kogler bewertet das Ergebnis des EU-Gipfels differenziert
© Pfarrhofer

Wien – Als sich an den Tagen drei und vier des EU-Gipfels ein Abschluss abzeichnete, war Vizekanzler Werner Kogler viel in Kontakt mit Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP), der mit den anderen Staats- und Regierungschefs verhandelte. Am Ende waren beide in manch zentraler Frage nicht einer Meinung. Den Bestand der Koalition sieht Kogler dennoch überhaupt nicht in Gefahr, wie er als Gast der Tiroler Tageszeitung in Wien erklärte.

Kogler war der erste Interviewpartner von TT-Chefredakteur Alois Vahrner und Ex-Nationalratspräsident Andreas Khol nach einer mehrmonatigen Corona-Pause. Die Koalition mit der ÖVP? „Das geht viel besser, als viele glauben“, versichert der Vizekanzler. Als Beispiel nennt er das Management der Gesundheitskrise. Die ÖVP drückte am Beginn aufs Tempo, die Grünen wollten ein Ausgangsverbot verhindern. Der Kompromiss: Die Maßnahmen kamen ein paar Tage früher als geplant. Dafür blieben mehr Freiheiten als vorgesehen.

Der Verfassungsgerichtshof hat zuletzt dennoch zentrale Punkte dieser Maßnahmen aufgehoben. Kogler will die Einwände bei künftige Fällen ernst nehmen. Nachsatz: Die man hoffentlich aber nicht brauchen werde. In der Sache bleibt er dabei, dass die Regierung richtig gehandelt habe.

Kostenlos registrieren und weiterlesen

Dieser Exklusiv-Artikel ist nur für Nutzer verfügbar, die sich kostenlos auf tt.com registriert haben.

Jetzt kostenlos registrieren
Ich bin bereits registriert und möchte mich anmelden

Kommentieren


Schlagworte