Bürgermeister von Lampedusa warnt vor Flüchtlingsnotstand

Auf der süditalienischen Insel Lampedusa kommen mehr und mehr Migranten an. Bürgermeister Salvatore Martello spricht mittlerweile von einem Notstand auf der Insel, auf der seit Mittwoch über 1.000 Migranten eingetroffen sind. Drei Migrantenboote erreichten in der Nacht auf Samstag Lampedusa.

„Die Flüchtlingseinrichtung ist nicht mehr in der Lage, weitere Personen aufzunehmen. Die Regierung muss die Verantwortung für diese Situation übernehmen“, sagte Martello laut Medienangaben.

Circa 110 Personen wurden unterdessen von einem italienischen Tankschiff in maltesischen Gewässern gerettet, berichtete die italienische Küstenwache. Noch unklar ist, wo das Schiff mit den Migranten landen wird. Weitere 70 Migranten an Bord eines Schlauchbootes wurden von der libyschen Küstenwache aufgegriffen und nach Libyen zurückgebracht.

Der Chef der rechten Partei Lega, Matteo Salvini, beklagte, dass sich die Zahl der Migrantenankünfte gegenüber 2019, als er als italienischer Innenminister amtierte, mehr als verdreifacht habe. 11.334 Migranten sind nach Angaben des Innenministeriums in Rom seit Anfang 2020 in Italien eingetroffen. Im Vergleichszeitraum 2019 waren es 3.508.

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