Zehn Millionen Euro für sozialen Wohnbau in Igls

Fünf Baukörper mit 50 leistbaren Miet- und Eigentumswohnungen werden auf 7000 Quadratmetern Wald am Ortsrand von Igls errichtet.

Präsentierten gemeinsam das soziale Wohnbauprojekt „Am Bichl 3“ in Igls: Agrarobmann Karl Zimmermann, Architekt Christian Hammerl, IIG-Geschäftsführer Franz Danler, Bürgermeister Georg Willi, Architekt Elias Walch, IIG-Projektleiter Martin Franzmaier und die Obfrau des Unterausschusses Igls Maria Zimak (v. l.).
© IKM/Giuliani

Von Denise Daum

Igls – Wenn der Spruch stimmt, dass endlich gut wird, was lange währt, dann kann beim Bauprojekt Am Bichl 3 eigentlich nicht mehr viel schiefgehen. Seit über zehn Jahren bemüht sich die Agrargemeinschaft Igls gemeinsam mit dem Stadtteilausschuss nach Am Bichl 1 und 2 um ein drittes Wohnprojekt mit leistbaren Eigentumswohnungen für Igler Familien.

Nach langen Verhandlungen über Standort und Ausformung einigten sich die Stadt Innsbruck und die Agrargemeinschaft schließlich darauf, auf 7000 Quadratmetern bewaldeten Grund 50 Wohnungen zu errichten. Davon laufen 65 Prozent als Stadtwohnungen mit Vergaberecht bei der Stadt Innsbruck und 35 Prozent als Eigentumswohnungen zu leistbaren Preisen für Igler Familien. Die Vergabe von Letzteren erfolgt durch den Unterausschuss Igls. Für die Errichtung zeichnet die Innsbrucker Immobiliengesellschaft IIG verantwortlich.

Seit Montagnachmittag steht nun fest, wie das Projekt im Wald hinter den Siedlungen Am Bichl 1 und 2 aussehen soll. Mit den beiden Innsbruckern Christian Hammerl und Elias Walch vom Architektenbüro „he und du“ entschieden heimische Architekten das Rennen im EU-weiten Wettbewerb für sich.

Der Fokus bei der Konzipierung sei auf dem Wohnen im Wald gelegen, wie die beiden Architekten erklären. So sollen bei der Errichtung der fünf dreigeschoßigen Baukörper die Bäume so weit wie möglich erhalten bleiben.

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Agrarobmann Karl Zimmermann erklärt, dass den Charme des Projektes seine Einfachheit und Klarheit ausmache. Zudem liege Am Bichl 3 nun hinter den Wohnprojekten 1 und 2 genau in der Mitte. „Eine nachträgliche Erweiterung ist damit ausgeschlossen“, betont Zimmermann. Ebenfalls klar sei, dass die Erschließung über die bestehende Straße erfolge und keine neuen Straßenflächen dazukommen.

Maria Zimak vom Unterausschuss berichtet, dass unter den 30 Einreichungen des Architektenwettbewerbs teils „erstaunliche Modelle“ dabei waren. „Mit diesem Projekt hat eindeutig das vernünftigste gewonnen.“ Die Nachfrage nach den Eigentumswohnungen, deren Quadratmeterpreis bei rund 4000 Euro liegen soll, ist jedenfalls riesig – die Anmeldungen überschreiten das Angebot.

Eine Freude mit dem Projekt hat auch Bürgermeister Georg Willi (Grüne): „Der vorliegende Entwurf vereint zwei Ziele: einerseits qualitativ hochwertiges, architektonisch ansprechendes Wohnflair und andererseits Preise, die für junge Familien erschwinglich sind.“

IIG-Chef Franz Danler erklärt, dass die Gesamtinvestition bei zehn Millionen Euro (netto) liegt. Der Baubeginn soll im Herbst 2021 erfolgen, die Fertigstellung ist für Mai 2023 geplant.

Das Siegerprojekt wird heute Abend um 17 Uhr im Turnsaal der Volksschule Igls vorgestellt und ist bis Samstag gemeinsam mit allen anderen eingereichten Projekten täglich zwischen 17 und 19 Uhr ausgestellt.


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