"Hart am Amtsmissbrauch": Spielplatz in Nassereith wird Polit-Spielfeld

Der Streit um einen Kinderspielplatz in Nassereith zog eine Aufsichtsbeschwerde nach sich: Gemeindevorstand erbost, Bürgermeister und Vize beschwichtigen.

Der Baubescheid liegt vor, doch ist man in Nassereith uneins über einen Spielplatz.
© Huber

Von Thomas Parth

Nassereith – „Das ist für mich hart am Amtsmissbrauch!“, fährt Gemeindevorstand Martin Sterzinger schwer­e Geschütze auf. Ins Visier nimmt er dabei Bürgermeister Herbert Kröll sowie Vizebürgermeister und Amtsleiter Gerhard Spielmann. Der Stein des Anstoßes ist erneut eine seit Längerem in Planung befindliche Wohnanlage in Nasse­reith. „Jeder Wohnanlage ab einer bestimmten Größe schreibt das Gesetz verpflichtend die Errichtung eines Kinderspielplatzes vor“, informiert GV Sterzinger. Nun sei es bei der Bauverhandlung für die Anlage so gekommen, dass BM Kröll dem Wohnbauträger die Zustimmung gegeben habe, den geforderten Spielplatz auf Gemeindegrund errichten zu lassen. „Die Bauverhandlung war 2019, und heuer wollten der Bürgermeister und sein Vize den Deal im Gemeinde­rat bewilligt bekommen“, hält Sterzinger nicht mit Kritik hinterm Berg: „Der Baubescheid für die Anlage ist unter Vorspiegelung falscher Tatsachen entstanden, da BM Kröll so getan hat, als hätte er das Okay für den Spielplatz bereits in der Tasche. Darum die Aufsichtsbeschwerde.“

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