USA und Russland in Wien im Dialog über Waffen im All

Die USA und Russland haben am Montag in Wien Gespräche über ungeklärte Fragen der Rüstung im Weltraum geführt. Washington und London hatten Moskau beschuldigt, jüngst eine Waffe zur Zerstörung von Satelliten in eine Umlaufbahn gebracht zu haben.

Auf den seit Monaten geplanten eintägigen Dialog auf Beamtenebene sollen Gespräche über nukleare Rüstungskontrolle zwischen den Supermächten folgen. Christopher Ford, der stellvertretende US-Sekretär für internationale Sicherheit, kritisierte unlängst, „Moskau und Peking haben den Weltraum bereits zu einer Domäne der Kriegsführung gemacht“.

Die Vereinigten Staaten schlagen laut Ford Regeln für verantwortungsbewusstes Verhalten im Weltraum vor. Es gelte, sich an den Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit und der Menschlichkeit zu orientieren. Einen Vorschlag von Russland und China über einen Waffenverzicht im All lehnten die USA ab. Vielmehr solle definiert werden, welche Aktionen im All akzeptabel seien.

Laut US-Weltraumkommando hat Russland im Juli eine Antisatellitenwaffe getestet. Moskau hat den Vorwurf zurückgewiesen. Bei dem Test habe nur ein kleiner Satellit mit speziellen Geräten ein russisches Raumfahrzeug inspiziert, teilte das russische Außenministerium am Freitag mit. „Russland war und ist immer ein Land, das dem Ziel verpflichtet ist, den Weltraum vollständig zu entmilitarisieren und keine Waffen im Weltraum einzusetzen“, zitierte die Nachrichtenagentur Tass einen Kreml-Sprecher.

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