Generali: „Wir sind gut durch die Krise gekommen“

Im ersten Halbjahr erzielte die Generali-Versicherung ein Prämienwachstum von 1,5 Prozent. Die größte Herausforderung sei die Suche nach neuen Mitarbeitern.

Arno Schuchter, Generali-Vorstand, und Markus Winkler, Generali-Regionaldirektor, erlebten die Corona-Krise im Unternehmen positiv.
© Generali

Innsbruck – 2019 sei mit einem Anstieg der Bruttoprämien um 1,9 Prozent auf rund 2,5 Millionen Euro für die Generali-Versicherung ein Erfolgsjahr gewesen. „Mit Corona hat aber heuer wirklich niemand gerechnet“, sagt Generali-Vorstand Arno Schuchter. Binnen einer Woche seien die Mitarbeiter im Home-Office gewesen, „ein Vorteil für uns war unsere langjährige Digitalisierungsstrategie“. So arbeiteten schon vor den Corona-Ausgangsbeschränkungen im März zahlreiche Mitarbeiter im Home-Office. „Wir sind gut durch die Krise gekommen“, sagt auch Markus Winkler, Regionaldirektor für Tirol und Vorarlberg, niemand wurde in Kurzarbeit geschickt. Gerechnet wurde zwar – ohne Ausbruch der Corona-Pandemie – mit einem Plus von 2,6 Prozent, im ersten Halbjahr 2020 wuchs der Prämienmarkt österreichweit aber immerhin um 1,5 Prozent. In Tirol wuchs das Geschäft im Bereich Schaden/Unfall um 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, die Krankenversicherungen nahmen um 4,3 Prozent zu. Die größten Herausforderungen während des Corona-Lockdowns seien Betriebsunterbrechungsversicherungen gewesen – und hier jene, die Seuchenausbruch in der Polizze inkludierten. Obwohl Versicherungen beim verhängten Betretungsverbot (was kein Berufsverbot sei) nicht zahlen müssten, sei man hier kulant gewesen und habe 15 Prozent der Leistung bezahlt, berichtet Schuchter. Neuversträge zur Seuchenbetriebsunterbrechungsversicherungen würden aber keine mehr abgeschlossen, diese Dimension könnte sich kein Versicherer leisten.

Größte Herausforderung für die Generali sei die Pensionierungswelle der kommenden Jahre. Auch hier werde auf Digitalisierung gesetzt. Über die App „First Bird“ könnten freie Stellen über Soziale Netzwerke der 4800 Generali-Mitarbeiter geteilt werden und so im Idealfall schnell neue Mitarbeiter gefunden werden. (ver)

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