Aufregung nach Cup-Spiel im Paznaun: Kein Platz für einen Babyelefanten

Bitte Abstand halten! Ein Foto vom Spiel FC Paznaun gegen SV Haiming sorgte für Beschwerden beim Tiroler Fußball-Verband.

Nicht alle Zuschauer beim FC Paznaun hielten sich offensichtlich an die Regeln.
© Toni Zangerl

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck, Galtür – Ein Foto in der Montagsausgabe der Tiroler Tageszeitung hat im Fußball-Unterhaus ordentlich Staub aufgewirbelt. Weil beim Cup-Match zwischen dem FC Paznaun und dem SV Haiming (3:5) am Sportplatz Galtür die Abstandsregeln im Zuschauerbereich offensichtlich nicht eingehalten wurden, trudelten zahlreiche Beschwerden anderer Vereine beim Verband ein. „Per Mail und per Telefon“, wie Gogo Feistmantl von der TFV-Geschäftsstelle gestern erzählte. „Wir haben vom FC Paznaun eine Stellungnahme eingefordert, warum die Abstände nicht eingehalten wurden.“

Bei den Oberländern zeigt man sich schuldbewusst: „Ich war nicht am Platz, aber es war offensichtlich zu eng. Das ist blöd gelaufen, wir haben vielleicht ein bisschen zu wenig aufgepasst“, meinte Vereinsobmann Leo Walter. „Wir werden das abklären, denn das darf natürlich nicht sein.“ Ausgerechnet das Paznaun, könnte man in diesem Zusammenhang formulieren: Schließlich war schon Ischgl im Zuge der Covid-Pandemie weltweit in den medialen Fokus gerückt. Dabei hatte man im Oberland im Vorfeld („Wir wollen nicht wieder die blöde Nachred’ haben“, sagte Obmann Walter vor dem Saison­start) noch betont, besonders genau auf die korrekte Durchführung achten zu wollen.

Wie schwer die Abstands­regeln auf den zahlreichen, teilweise engen Tiroler Fußballplätzen zu kontrollieren sind, weiß aber andererseits jeder, der schon einmal auf Plätzen wie in Galtür oder zum Beispiel auch im Sellraintal weilte.

Den Tiroler Verbandspräsidenten Josef Geisler erreichte die TT gestern in Stuttgart. Die Beschwerden über den FC Paznaun hat der pensionierte Richter auch mitbekommen, selbst war der Zillertaler im Rahmen des Kerschdofer Tirol Cups unter anderem in Aschau zu Gast: „Dort wurde das toll gemacht. Ich musste mich in eine Liste eintragen und der Platzsprecher hat immer wieder mit Durchsagen an die Abstände erinnert.“

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Insgesamt habe der Start aus seiner Sicht gut funktioniert. Schon am Wochenende wartet mit der zweiten Cup-Runde und dem Regionalliga-Auftakt die nächste Bewährungsprobe.


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