Die menschlichen Schätze: Wie die Corona-Zeit Freundschaften prägte

Gute Freunde streicheln unsere Seele – nicht nur am Tag der Freundschaft. Doch wie hat die Corona-Zeit Freundschaften geprägt und warum sind so viele junge Menschen einsam?

Ob innige Umarmung oder nur kurze Berührung – für Freundschaften ist körperlicher Kontakt wichtig.
© iStock

Von Judith Sam

Innsbruck – Meistens purzeln sie durch Zufall in unser Leben und bleiben dann in voller Absicht: Freunde haben entscheidenden Anteil daran, wie glücklich man ist – nicht nur am Internationalen Tag der Freundschaft am Donnerstag.

Doch was macht einen echten Freund aus? Karsten Wolf, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, hat sich mit dieser Frage beschäftigt: „In der heutigen Zeit, wo man via Apps wie Tinder in Windeseile Menschen kennen lernt und 2000 Freunde auf Facebook hat, wird deutlich, worauf es wirklich ankommt: auf körperliche Präsenz.“

Der Kölner ist überzeugt, dass sich der Mensch einsam fühlt, wenn er zwar 100.000 Freunde hat, die aber nur mit zehn Metern Distanz treffen und nie berühren darf: „Darum plagt immer öfter junge Menschen das Gefühl von Einsamkeit. Sie repräsentieren eine digitale Generation, die getrimmt ist, die Welt nüchtern, technisch zu betrachten und alles rational zu analysieren. Ihnen fehlt oft die Leichtigkeit und Nähe einer innigen Freundschaft.“

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