Elite-Premiere: Stigger misst sich an den Besten der Welt

Vor der Mountainbike-WM in Leogang (7.–11.10.) startet Jungstar Laura Stigger (19) erstmals im Elite-Weltcup.

Treffen der Rad-Weltmeister im Ötztal: Dreifach-Champion Peter Sagan und Jungstar Laura Stigger.
© Ötztal Tourismus

Von Roman Stelzl

Salzburg – Für Laura Stigger hätte es heuer der große Aufstieg in die höchste Klasse im Mountainbike-Weltcup werden sollen – und es wird auch ein solcher werden. Nur eben als großer Aufstieg im kleineren Rahmen. Denn mit Nove Mesto (CZE) steht nur noch einer der ursprünglich acht Weltcup-Orte (samt Olympia und WM) auf dem Programm. Der Rest musste aufgrund des Coronavirus abgesagt oder verschoben werden.

Daher wird die ersehnte Elite-Premiere für die erst 19-jährige Haimingerin beim Doppel-Weltcup in Tschechien (29. September bis 4. Oktober) vorerst zum einmaligen Event. Dabei bestand bis zuletzt kein Zweifel, dass Ex-Junioren-Weltmeisterin Stigger nach nur einem Jahr in der U23-Kategorie nun den Aufstieg zu den Besten der Welt wagt.

„Es war schon immer mein Ziel, im Weltcup in der Elite starten zu dürfen. Ich freue mich riesig darauf. Da kann ich mich am besten weiterentwickeln und mich mehr verbessern, als es im U23-Bereich möglich ist“, ergänzte Stigger, die 2018 sowohl auf der Straße mit dem Rennrad (Heim-WM in Tirol) als auch auf dem Mountainbike Junioren-Weltmeisterin wurde.

Es war mein Ziel, in der Elite zu starten. Da kann ich mich am bes­ten weiterentwickeln.
Laura Stigger (Tiroler Mountainbike-Jungstar)

Als 18-Jährige schnappte sich Stigger mit Gesamtweltcuprang zwei ihr Ticket für die Elite, wo sie als Weltranglisten-30. die jüngste Athletin in den Top 50 ist. Die Regel kommt aber nur im Weltcup zum Tragen – nicht bei der Weltmeisterschaft, wo sie bis zum 23. Lebensjahr im Nachwuchs-Bereich starten muss. Ein wenig bitter, denn die WM wurde von Albstadt (GER) nach Leogang verlegt und findet damit vom 7. bis 11. Oktober nur wenige Minuten fern der Tiroler Heimat statt. Dort greift Stigger nach WM-Silber im Vorjahr nach U23-Gold. Daneben gilt alles schon der (verlängerten) Olympia-Vorbereitung.

TT-ePaper gratis testen und eines von drei E-Bikes gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt mitmachen
TT ePaper

Die Coronavirus-Zeiten ohne Rennen überbrückte Stigger mit dem Erkunden neuer Trails und viel Training – nach Rang zehn beim Swiss Cup wartet kommende Woche der nächste Renneinsatz in Tschechien. Nach der österreichischen Meisterschaft in Dornbirn soll es „hoffentlich“ mit dem Weltcup losgehen. Denn sonst würde ohne Großeinsatz ein Kaltstart vor der WM warten. „Aber das ist für jeden gleich“, so Stigger. Tipps holte sie sich kürzlich bei Dreifach-Straßenrad-Weltmeister und Ex-Mountainbiker Peter Sagan beim Training in Ötztal. „Ein cooler Typ“, grinst Stigger und ergänzt: „Er hat mir richtig coole Tipps gegeben.“


Kommentieren


Schlagworte