Unwetter in vielen Regionen der Steiermark

Unwetter haben auch am Mittwoch in vielen Regionen der Steiermark zu Schäden geführt. Rund 850 Feuerwehrleute waren mit Aufräumarbeiten beschäftigt. In Graz wurde eine Auto-Lenkerin noch rechtzeitig aus ihrem Wagen gerettet, ehe dieser unter eine Brücke gespült wurde. In der Südsteiermark krachte es während des Unwetters an einem Bahnübergang, aber es entstand nur Blechschaden.

Thomas Meier, Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes, sagte, dass die Hotspots diesmal in Graz-Umgebung, Graz und Radkersburg waren. Doch auch aus dem Murtal wurden Schäden gemeldet. Die Unwetter brachten orkanartige Windböen, Starkregen und teils auch Hagel mit. Das sorgte für entwurzelte Bäume, abgerissene Äste und so manche Bäche traten wegen des Starkregens über die Ufer.

Einen Schutzengel hatte eine Auto-Lenkerin in der Grazer Stiftingtalstraße: „Durch die Wassermassen wurde ihr Fahrzeug in ein Bachbett geschwemmt. Forstarbeiter, die sich in der Nähe befanden, konnten sie zum Glück aus dem Pkw retten“, ehe es von den Fluten unter eine Brücke gedrückt und beinahe zermalmt wurde, so die Berufsfeuerwehr. In Graz war besonders der Nordosten stark betroffen, die Gebiete Mariatrost, Ries und Waltendorf. In Summe waren rund 175 Feuerwehrkräfte in der Landeshauptstadt im Einsatz. Auch 26 Helfer der Holding Graz unterstützten die Einsatzkräfte. Eine Bim- sowie mehrere Buslinien waren vorübergehend unterbrochen.

Während der Raum Leoben von größeren Schäden verschont blieb und die Feuerwehrleute nur vereinzelt mit abgedeckten Dächern und ungefallenen Bäumen zu tun hatten, musste in Zeltweg die Bahnstrecke wegen eines Murenabgangs gesperrt werden. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.

In Gosdorf in der Region Radkersburg krachte ein Klein-Lkw während des Unwetters gegen einen Zug. Es entstand dabei aber nur Sachschaden. Der Zug konnte weiterfahren. In Mureck musste ein Fahrzeug geborgen werden und in Dietersdorf am Gnasbach stürzte ein Baum auf ein Auto. In Bierbaum am Auersbach mussten Keller ausgepumpt und abgedeckte Häuser provisorisch gesichert werden. Rund 35 Wehren waren im Einsatz. Donnerstagfrüh war immer noch rund ein Dutzend Trafostationen der Energie Steiermark nicht in Betrieb. Die Bewohner in Bierbaum verbrachten die Nacht ohne Strom.


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