Harsche Kritik rund um den Venet

Dass die Venetbahn wieder Hilfe der Gemeinden benötigt, sorgt für Kritik.

Landeck, Zams – „Zu zöger­lich“ und „ideenlos“, das ist das Urteil von SP-Landtagsab­geordnetem Benedikt Lentsc­h, nachdem die Venet Bergbahnen AG erneut eine Finanzspritze der Gemeinden braucht – die TT berichtete. „Aktuell fehlt es an Visionen und Konzepten dafür, wie es mit unserem Hausberg weitergehen kann“, so Lentsch. Um nachhaltig wirtschaften zu können, brauche es jedenfalls deutlich mehr als unkoordinierte Ideen für den Ab- und Zubau von Liftanlagen, wie sie jetzt präsentiert würden. So aber steuere das Unternehmen auf sein Ende zu, anstatt sich neu zu erfinden oder die Zusammenarbeit mit größeren Institutionen zu suchen.

Der Zammer FP-Gemeinderat Mathias Venier und seine Fraktion wollen einem Hilfspaket nicht mehr zustimmen. „Es ist ein vollkommen planloses Nachschießen von Geldern. Im Prinzip hat man verschiedene Varianten für Anlagenschließungen gefordert“, betonte er. Stattdessen seien Konzepte, bei denen es um weitere „irrsinnige Investitionssummen“ gehe, vorgestellt worden. „Es ist unsere Bestrebung, dass es mit dem Venet weitergeht, es dürfte inzwischen dem letzten Hinterwäldler klar sein, dass das so nicht finanzierbar ist.“ Fehlende Informationen kritisiert der Landecker SP-Gemeinderat Manfred Jenewein: „Ich weiß derzeit gar nichts – weder die Höhe noch, wo das Geld fehlt. Ich weiß nur, dass es einen Abgang gibt.“ Mit diesem Wissensstand könne er nicht zustimmen. Inzwischen steht der Termin fest, an dem die Landecker Gemeinderäte über die Zukunft des Venet entscheiden. Sie werden am 7. August zusammenkommen. Es wird dabei um einen Kredit gehen, der von der Venet Bergbahnen AG aufgenommen wird, den aber die Gemeinden tilgen, erklärt der Land­ecker Vize-BM Thomas Hittler. „Nur Händeschütteln und kritisieren ist zu wenig“, kontert er spöttisch. Wer Konzepte hat, wie der Venet wirtschaflich zu führen sei, sei eingeladen diese zu präsentieren. (mr)

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