Raiders verzichten auf AFL, Meisterschaft wird zum Zweikampf

Die österreichische Meisterschaft im American Football wird im Herbst ohne die Swarco Raiders Tirol über die Bühne gehen. Der Club sprach sich angesichts der aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen gegen eine Teilnahme an der Austrian Football League (AFL) aus. Die Meisterentscheidung fällt in einer Best-of-5-Serie zwischen den Dacia Vikings und den Projekt Spielberg Graz Giants.

„Die vorliegenden Quarantänebestimmungen sind für alle Beteiligten letztlich nicht zumutbar und existenzgefährdend“, hieß es in einer Aussendung der Raiders. Auch der Football-Verband (AFBÖ) identifizierte als „größte Hürde“ die Quarantänebestimmungen und Test-Vorschriften. „Die Auswahlmöglichkeit, im Spitzensport mit oder ohne Tests zu spielen, steht - seit dem 10. Juli angekündigt - bis heute nicht in einer Verordnung“, teilte der AFBÖ mit. „De jure dürfen die Vereine in den Meisterschaftsklassen ungetestet momentan nicht trainieren.“

Das Präventionskonzept der Fußball-Bundesliga, das von der Politik als Vorzeige-Modell für Mannschaftssport auserkoren worden ist, sei aus wirtschaftlichen wie organisatorischen Gründen nicht umsetzbar. „American Football hat aufgrund der Natur des Sports aber auch der Mannschaftsgröße, des Betreuerstabs und dann noch der Ketten-Crew, also 80 bis 100 Menschen, einen erheblichen Nachteil gegenüber Mannschaftssportarten mit weniger Teammitgliedern.“

Der AFBÖ stellte seinen Amateurteams eine Teilnahme an der Liga frei. Übrig blieben am Ende nach der Absage der Raiders nur zwei Teams: Rekordmeister Vikings und die Graz Giants werden sich den Meistertitel unter sich ausmachen. Das erste Spiel wird in Graz stattfinden, die beiden nächsten Spiele in Wien, dann wird wieder nach Graz gewechselt.


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