Appetit aufs Leben: Jugendliche mit Essstörung gestalteten Kochbuch

„Non finito“ heißt das Kochbuch, das Jugendliche der Essstörungs-Station in Hall kreiert haben. Unvollendet sind die Rezeptideen und die Therapie, die nicht mit dem Aufenthalt endet.

Diätologin Alice Angermann, Kunsttherapeutin Barbara Oberhofer, Psychologin Christina Wötzer und Oberärztin Sigrid Hartlieb (v. l.) blättern im Kochbuch. Sie haben die Jugendlichen der Kinder- und Jugendpsychiatrie Hall bei ihrem Projekt unterstützt.
© Vanessa Rachlé / TT

Von Nicole Strozzi

Hall i.T. – Essen ist eng mit Emotionen verbunden. Ganz besonders für die Patientinnen und Patienten auf der Essstörungs-Station der Kinder- und Jugendpsychiatrie Hall. Jeder der sechs Jugendlichen, die derzeit auf der Station B betreut werden, hat seine eigene Geschichte zu erzählen. Wenig essen, gar nicht essen, viel essen, nur Gesundes essen spielen dabei eine Rolle.

Um wieder Genuss und Lebensfreude in den Alltag zu bringen, begleitet ein interdisziplinäres Team aus Oberärztin, Psychologin, Diätologin, Pflege-, Physio-, Ergo- und Kunsttherapeutin die Mädchen und Burschen auf ihrem Weg. Durchschnittlich drei Monate dauert der Aufenthalt. Alle 14 Tage ist ein Kochkurs Teil des Therapieprogramms. Es wird geplant, eingekauft, gekocht, gemeinsam gegessen und viel gelacht. „Essen soll nicht nur belastend sein, sondern auch eine Bereicherung“, sagt Diätologin Alice Angermann, die die Kochgruppe leitet.

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