Den Geheimnissen von Schloss Trautson im Wipptal auf der Spur

Rund um die Burgruine Schloss Trautson wird weitergegraben und -geforscht.
© Foto TT/Rudy De Moor

Mühlbachl, Matrei – Ein Platz mit Geschichte. Schloss Trautson. Eine Burganlage, die zur Burgruine wurde und doch Schloss genannt wird. 1221 errichtet. Zwischen Februar und April 1945 schwer zerstört, als amerikanische B-25-Bomber Matrei neunmal ins Visier nahmen. Dabei war die Eisenbahnstrecke wohl das Hauptziel der Bomben. Doch von Burg Trautson blieb nichts mehr übrig. Bis auf ein Gebäude.

Der Verein Schloss Matrei Trautson ist schon länger eifrig bemüht, das Gelände zu revitalisieren und für den Besucher attraktiv machen. Harald Stadler, Fachbereichsleiter für Mittelalter- und Neuzeitarchäologien der Uni Innsbruck, wurde vom Eigentümer Gobert von Auersberg gebeten, bei dieser Revitalisierung mitzuhelfen und ein Projekt zu entwickeln.

Das Projekt ist auf drei Jahre ausgelegt.
© Foto TT/Rudy De Moor

Das trägt den Namen „Operation Trautson Castle“ (OTC). Geplant ist, mit gezielten archäologischen Sondagen die Entwicklung der Burg vom 13. Jh. bis 1945 unter der Einwirkung der Bombentreffer zu untersuchen. Das Projekt bringt tiefgreifende historische und archäologische Recherchen zu Matrei am Brenner und Burg Trautson – und ist auf drei Jahre angelegt. Am Ende sind eine Ausstellung der erzielten Ergebnisse und ein Katalog geplant. Ebenso sind wissenschaftliche Publikationen angedacht.

Um dem „Friedensprojekt“ auch menschlichen Inhalt zu geben, ist ein Treffen der Enkel der amerikanischen Bomberbesatzungen und der Einwohner von Matrei am Brenner geplant, um die Geschichte beider Perspektiven zu reflektieren.

Bei einer Führung wurden gestern erste Kleinfunde aus der Zeit vom 16. Jahrhundert bis 1945 präsentiert. (TT)


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