Neun Tote laut Aktivisten bei Autobombenanschlag in Syrien

Bei einem Autobombenanschlag im syrischen Grenzgebiet zur Türkei sind nach Angaben von Aktivisten neun Menschen getötet worden. Weitere 15 Menschen seien am Donnerstag in dem Dorf Tal Halaf verletzt worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Bei den meisten der Todesopfer handelt es sich nach Angaben der Organisation um Milizionäre.

Der Anschlag wurde in einem Gebiet verübt, das von den türkischen Streitkräften und mit ihnen verbündeten, überwiegend islamistischen Milizen kontrolliert wird. Die Autobombe ging nach Angaben der Beobachtungsstelle an einem Kontrollpunkt dieser Milizen hoch.

Die Türkei und ihre Verbündeten in Syrien hatten im vergangenen Jahr im Zuge einer Offensive gegen die von den USA unterstützten kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) einen 120 Kilometer langen Streifen auf der syrischen Seite der Grenze erobert. Seither werden in dem Gebiet immer wieder Bombenanschläge verübt.

Erst am Dienstag waren bei einem Anschlag in der Grenzstadt Ras al-Ayn nach Angaben der Beobachtungsstelle zwei Zivilisten und ein Kämpfer getötet worden. Zuvor waren am Sonntag laut der Organisation bei einem Bombenanschlag auf einen Gemüsemarkt in derselben Stadt acht Menschen getötet worden, darunter sechs Zivilisten.

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Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netzwerk von Informanten vor Ort. Ihre Angaben lassen sich von unabhängiger Seite oft kaum überprüfen.


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