Utah Jazz gewinnen erste Partie nach NBA-Restart

Die Utah Jazz um den ersten positiv auf das Coronavirus getesteten NBA-Profi Rudy Gobert haben die Auftaktpartie in den Rest der Saison gegen die New Orleans Pelicans gewonnen. Trotz einer lange Zeit komfortablen zweistelligen Führung der Pelicans holten die Jazz am Donnerstag (Ortszeit) ein 106:104.

Unmittelbar vor dem Abspielen der US-Nationalhymne waren vor dem Start alle Spieler auf die Knie gegangen. Die Basketballer trugen zudem schwarze T-Shirts mit weißer Schrift und dem Slogan „Black lives matter“ (Schwarze Leben zählen).

Auch alle im TV sichtbaren Trainer, Betreuer und Schiedsrichter beteiligten sich an dem symbolischen Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Afroamerikaner und knieten nieder. Die aufgezeichnete Variante von „The Star-Spangled Banner“ war eine Instrumental-Version ohne den üblichen Text. Im Spiel trugen viele Spieler Botschaften statt ihres Namens auf dem Trikot.

Den ersten Korb im Spiel warf übrigens jener Spieler, dessen positiver Coronatest im März der Auslöser für die Saisonunterbrechung gewesen war. Der Franzose Rudy Cobert traf beim ersten Versuch aus kurzer Distanz und erzielte damit die ersten zwei Punkte für Utah Jazz.

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Die NBA spielt ihre Saison mit einem reduzierten Teilnehmerfeld zu Ende und hat alle Mannschaften auf dem Gelände von Disney World in Florida einquartiert. Unter ihnen ist auch der österreichische NBA-Spieler Jakob Pöltl, der mit seinen San Antonio Spurs am Freitagabend (Ortszeit, Samstag 2.00 Uhr MESZ) das erste Bewerbsspiel nach der Coronapause gegen die Sacramento Kings absolviert.

Das von den NBA-Stars praktizierte Knien während der Hymne als Form des Protests geht auf den Football-Profi Colin Kaepernick zurück, der 2016 als Quarterback der San Francisco 49ers auf diese Art und Weise demonstrierte. Kaepernick wurde für seinen Schritt angefeindet und auch vom NFL-Establishment geschnitten. Seit 2017 ist er ohne Vertrag. US-Präsident Donald Trump übte ebenfalls scharfe Kritik an Spielern, die während der Hymne niederknien, weil er dies als unpatriotisch ansieht.

Unter dem Eindruck der mächtigen Protestbewegung infolge der Tötung des Afroamerikaners George Floyd haben die Profiligen aber ihre Haltung geändert. So ist es Spielern der NFL und der Fußball-Liga MLS offiziell erlaubt, während der Hymne auf die Knie zu gehen.


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