Mehr Platz für Kinderbetreuung: Kranebitten zwischen Raum und Zeit

Die Initiative Lebensraum Kranebitten (ILK) fordert dringend mehr Platz für die Kinderbetreuung. Für ein neues Stadtteilzentrum läuft die Zeit.

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Innsbruck – Mehr Gruppen nötig. Mehr Platz für die Kleinen. Das sind die Erkenntnisse nach einer Bestandsaufnahme der Stadt Innsbruck, was die künftige Kinderbetreuung betrifft – die TT berichtete. Das wird Geld kosten. Und die finanzielle Problemstellung der Landeshauptstadt ist wohldokumentiert.

In Kranebitten hat man das Thema vernommen. Und die Initiative Lebensraum Kranebitten (ILK), für die Stadt ein oft vielleicht unbequemer, aber immer konstruktiver Partner, meldet diesbezüglich Ansprüche an. Es sei von Anfang an klar gewesen, dass der Kindergarten dort zu klein geplant wurde. „Wir brauchen nicht nur mehr Kindergartenplätze, sondern neben der selbstorganisierten eine weitere, durchaus auch städtische Kinderkrippe“, sagt der neue ILK-Obmann Daniel Tschofen.

Die Gründe liegen auf der Hand. Die Bautätigkeit der vergangenen Jahre lockt auch viele Familien nach Kranebitten. Und die Kinder brauchen dann eine Betreuung. „Genau das ist eingetreten und hält an. Somit war unsere damalige Forderung nach Schaffung von weiteren Räumlichkeiten sinnvoll und vorausschauend“, sagt Tschofen. Dinge, die von der einstigen Obfrau Hildegard Auer gebetsmühlenartig angemerkt wurden. Gebaut worden sei dann doch zu klein. Was jetzt zu höheren Kosten führen werde.

Speziell was die Kinderkrippe betreffe, so müssten alleinerziehende Mütter jetzt schon einen mittleren Marathon absolvieren. Tschofen sagt auch: „Wer in der selbst­organisierten Krippe einen Platz möchte, muss sich jetzt zwei Jahre im Voraus anmelden.“

Die ILK sieht die Lage aber „zuversichtlich“. Schließlich wird sich durch den Bau der Regionalbahn auch im Stadtteil selbst einiges tun – wohl tun müssen. „Hier ist sicher ein Zeitfenster offen, das wir insgesamt rasch nutzen müssen“, sagt Tschofen. Die Initiative will sich selbst intensiv in diesen Prozess einbringen und mitgestalten. Klar ist, dass die Wunschliste der Kranebitter ein Stadtteilzentrum umfasst. Mit Blick in die Zukunft brauche es eben auch dort mehr Platz. (mw)


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